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Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) kandidiert nicht erneut zur Bundestagswahl

Bundesjustizministerin Christine Lamprecht (SPD, Mitte) wird zur Bundestagswahl 2021 nicht erneut f√ľr den Bundestag kandidieren. Das erkl√§rte sie im Kreis des SPD-Unterbezirksvortandes Bergstra√üe mit Reimund Strauch (Kassenwart), dem Vorsitzenden Marius Schmidt, dem Kreisbeigeordneten und SPD-Landratskandidaten Karsten Krug sowie den stellvertretenden Vorsitzenden, der Landtagsabgeordneten Karin Hartmann und Philipp Ofenloch (von links nach rechts). Foto: Pressedienst SPD-Unterbezirk Bergstra√üe

‚ÄěIhre Entscheidung und Leistungen als Bundestagsabgeordnete √ľber 22 Jahre verdient Respekt und ist Ansporn zugleich‚Äú

BERGSTRASSE / EINHAUSEN. - Bundesjustizministerin und Bergstr√§√üer Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht (55, SPD) hat bei einer Sitzung des SPD-Unterbezirksvorstands Bergstra√üe angek√ľndigt, im kommenden Jahr nicht erneut als Abgeordnete zu kandidieren.

Die Sozialdemokraten wollen jetzt in die Suche nach Kandidierenden einsteigen. Auf einem Parteitag im November soll dann die Kandidatin bzw. der Kandidat nominiert werden.

‚ÄěEine solche Entscheidung zu treffen, ist gewiss nicht leicht‚Äú, erkl√§rt der Vorsitzende der SPD Bergstra√üe Marius Schmidt.

In einem Brief an die SPD-Mitglieder des Kreises Bergstra√üe blickt Lambrecht auf den Beginn ihrer Amtszeit vor sechs Wahlperioden zur√ľck und stellt fest, dass vieles, was heute als selbstverst√§ndlich gehalten, zu diesem Zeitpunkt unvorstellbar war.

So zum Beispiel Kitapl√§tze f√ľr Kinder unter 3 Jahren, der Ausstieg aus der Atomenergie, die Ehe f√ľr alle, der Gesetzliche Mindestlohn oder die Grundrente.

‚ÄěIn ihrer Zeit als Bundestagsabgeordnete und nicht zuletzt als Bundesjustizministerin hat Christine Lambrecht wesentliche Ver√§nderungen vorangebracht und dazu beigetragen, das Leben der Menschen besser und gerechter zu machen. Konkrete Verbesserungen waren ihr Antrieb‚Äú, so Schmidt.

Lambrecht verdeutlicht im Schreiben ihre √úberzeugung, dass Politik als Beruf nur auf Zeit ausge√ľbt werden sollte. Dem kommt sie nun mit der Entscheidung, zur kommenden Bundestagswahl nicht erneut anzutreten, konsequent nach.

‚ÄěIhre Entscheidung und Leistungen als Bundestagsabgeordnete √ľber 22 Jahre verdient Respekt und ist Ansporn zugleich‚Äú, zieht Schmidt Bilanz.

Die SPD wird nun in den kommenden Wochen den Bergsträßer Mitgliedern und Ortsvereinen die Gelegenheit geben, Kandidatinnen und Kandidaten zu suchen und an den Unterbezirksvorstand zu melden.

Bevor die Bundestagskandidatin oder der -kandidat, also die potenzielle Nachfolgerin bzw. Nachfolger f√ľr Lambrecht bei einem Wahlsieg, nominiert wird, bekommen die Kandidierenden Gelegenheiten, sich bei den Mitgliedern auf Veranstaltungen der Ortsvereine vorzustellen.

Die letztendliche Entscheidung wer f√ľr den Bundestag 2021 kandidieren wird, treffen die 120 Delegierten aus 22 Ortsvereinen auf einem Parteitag im November dieses Jahres.