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Europawahl: Union und SPD historisch schlecht

Bei der Europawahl am heutigen Sonntag, 26. Mai, haben Union und SPD jeweils ein historisch schlechtes Ergebnis eingefahren, während die GRÜNEN nach ersten Prognosen ihr Ergebnis im Vergleich zu 2014 verdoppeln konnten

BERLIN. - Seit Donnerstag stimmten EU-weit rund 400 Millionen Bürger in 28 Mitgliedsstaaten über ein neues Parlament für die Europäische Union ab. Von 751 Sitzen sind 96 von deutschen Abgeordneten zu besetzen.

Gemäß vorläufigen ARD-Prognosen wurden die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD mit historisch schlechten Ergebnissen abgestraft. Während die beiden Unionsparteien bei der Europawahl 2014 trotz herber Niederlage zusammen noch 35,3 Prozent erreichten, landen sie aktuell nur noch bei 27,9 Prozent (21,9% CDU und 6,0% CSU).

Noch bitterer kommt der SPD das aktuelle Ergebnis mit 15,6 Prozent daher. 2014 konnten die Sozialdemokraten immerhin noch 27,3 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Grund zur Freude haben dagegen die Grünen, die laut ARD-Prognose auf 22 Prozent gegenüber 10,7% in 2014) kommen.

Daneben verliert die Linke laut ersten Prognosen 1,9 Prozent von7,4 auf nunmehr auf 5,5 Prozent. Die FDP konnte sich leicht verbessern und vereint 5,5 Prozent der Stimmen (2014 3,4%) auf sich. Die AfD erlangt 10,5 Prozent der Stimmen gegenüber 7,1% bei der vergangenen Europawahl.

Erste Prognosen des ZDF sehen die CDU/CSU 27,5 Prozent der Stimmen, die SPD 15,5. Die Grünen kamen auf 20,5 Prozent, Linke auf 5,5. Die AfD konnte sich auf 10,5 Prozent steigern, hat im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 2 Prozentpunkte verloren. Die FDP kommt voraussichtlich auf 5,5.