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Thomas de Maiziere – noch immer der Problemminister

Kanzlerin Merkel war ihrem problemminister mal wieder um Längen voraus und dankte den Leipziger Syrern für deren Fluchtverhinderung. Foto: djv-Bildportal

BERLIN  / LEIPZIG. - Das hat ihm nun gar nicht gepasst, dem Bundesinnenminister. Dass die sächsische Polizei einmal mehr bewiesen hat, dass sie nichts auf die Reihe bringt. Dass Syrer einen flĂĽchtigen Landsmann, der einer Straftat bezichtigt wird, eingepackt und zur Abholung durch die sächsischen Ordnungsbehörden zurechtgelegt haben. Immerhin haben die ungezählten Polizisten es fehlerfrei geschafft, das „Paket" abzuholen.

Wie de Maiziere, immerhin früher sächsischer Innenpolitiker, und führende sächsische Polizei- und Politikgrößen in Sachsen danach auf die Idee kommen konnten, den „Fang" des Flüchtigen als großartige Leistung der sächsischen Polizeikräfte zu bezeichnen, wird ihr ewiges Geheimnis bleiben.

Wir verkneifen uns hier an dieser Stelle eine normalerweise fällige Betrachtung der politischen Ausrichtung und der Gesinnung der sächsischen Polizeiführungskräfte und der „normalen" Polizeikräfte. Und dann logischerweise auch der maßgeblichen sächsischen CDU-Politiker!

Während Bundespolitiker der SPD und auch der CDU das Bundesverdienstkreuz für die mutigen Syrer gefordert haben, konnte sich Thomas de Maiziere tagelang noch nicht einmal zu einer öffentlichen Belobigung der Fluchtverhinderer durchringen. Nach Tagen erst rang er sich eine verschwurbelte Wortverbindung ab, die man dann als Lob für die Syrer deuten konnte.

Andere Parteien hatten de Maizière zuvor scharf dafür kritisiert, dass er in seiner ersten Stellungnahme keinen Dank an die Leipziger Syrer ausgesprochen hatte. Kanzlerin Merkel war da schneller. Sie bedankte sich durch eine Erklärung, ausgesprochen von der stellvertretenden Regierungssprecherin Ulrike Demmer bei den Syrern, die maßgeblich zur Festnahme beigetragen hätten.