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G√ľnther Oettinger kann nur Fettn√§pfchen

G√ľnther Oettinger mausert sich zum Liebling der Verleger.

Edmund Stoiber lernte Fremdsprachen.

Jose Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission. Fotos: djv-Bildportal

BERLIN / BR√úSSEL. - Wer erinnert sich noch an die Zeit, als Deutschland seine Politiker, mit denen man hierzulande nichts mehr anfangen konnte, ‚Äěnach Europa‚Äú geschickt hat, damit sie aus dem Blickfeld verschwanden und in Deutschland kein (weiteres) Unheil mehr anrichten konnten? Man denke an Martin Bangemann, Helmut Haussmann, Edmund Stoiber und nicht zuletzt G√ľnther Oettinger, aber auch an viele andere.

V√∂llig entgegen den Erwartungen entwickelten einige von ihnen in Br√ľssel und Stra√üburg erstmals politische Wirkungen, wenn auch nicht immer zum Nutzen der Gemeinschaft.

Martin Bangemann erkannte M√∂glichkeiten, das pers√∂nliche Fortkommen im Telefonie-Sektor zu bef√∂rdern, Edmund Stoiber und G√ľnther Oettinger lernten Fremdsprachen, zumindest eine halbe, auch Politiker anderer L√§nder profitierten im Job, nicht zuletzt der fr√ľhere EU-Kommissionspr√§sident Manuel Barroso, der aktuell bei Goldmann Sachs anheuern soll.

Angebote f√ľr F√ľhrungsposten in der internationalen Industrie hat G√ľnther Oettinger zwar nicht erhalten, dennoch mischt er sich kr√§ftig in Belange der Wirtschaft ein. Der ‚ÄěDigitalkommissar" ber√§t anl√§sslich des Zeitungskongresses des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger die Medienverlage, ihre online-Redaktionen zu ma√üregeln.

Es geht um das umstrittene europaweite Leistungsschutzrecht f√ľr Presseverlage, das in Journalistenkreise alle roten Warnlampen aufleuchten lie√ü. Sie sollen n√§mlich nicht angemessen an den Einnahmen der Verlage aus diesem Schutzrecht beteiligt werden, auch wenn das Material ausschlie√ülich von ihnen stammt.

So lieben es die Verlage, mit dem Material der angestellten und freien Journalisten Geld verdienen, diese aber nicht korrekt zu bezahlen. Gerade in der l√§ndlichen Region k√∂nnen die meisten Journalisten diese Erfahrungen best√§tigen. G√ľnther Oettinger mausert sich zum Liebling der Verleger und beweist einmal mehr, warum man ihn hier nicht mehr haben wollte.