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KOMMENTAR: Cem Al-Wazir und Tarek ├ľzdemir, Totengr├Ąber gr├╝ner Politik

Cem ├ľzdemir (links) und Tarek Al-Wazir. Foto: Archivbild ÔÇô pdh ÔÇô

BERLIN. - Man kann es bereits mit H├Ąnden greifen, Cem ├ľzdemir und Katrin G├Âring-Eckardt gieren nach Regierungs├Ąmtern und damit aktiver Beteiligung an der n├Ąchsten Bundesregierung.

Dabei werden sie alles ├╝ber Bord werfen, was sie an der Machtbeteiligung hindern k├Ânnte. Auch Mahnungen und Warnungen altgedienter Ur-Gr├╝ner wie J├╝rgen Trittin werden die beiden auf dem Durchmarsch in die Jamaika-Koalition nicht hindern.

Momentan gibt es noch die altbekannt starken Worte des gr├╝nen Frontmannes ├ľzdemir, laut t├Ânt er, der gerade ausgehandelte Unionskompromiss betreffend Fl├╝chtlingspolitik und Obergrenze werde keinen Bestand haben, aber zwischen den Zeilen wird bereits das Einknicken vor den wichtigsten Unions-Forderungen deutlich.

Endlich mal mitregieren, lautet das Motto des gr├╝nen Spitzenpersonals, was schert uns unser Geschw├Ątz von fr├╝her ├╝ber Klimapolitik, Umweltschutz, Menschenrechte, Datensicherheit, Bildung und so weiter. Das alles ist bei weitem nicht so wichtig wie die ÔÇ×staatspolitische VerantwortungÔÇť, die ├ľzdemir jetzt zu erkennen glaubt. Ausgerechnet mit den Liberalen, dem direkten Gegenentwurf f├╝r alle die oben aufgef├╝hrten fr├╝heren gr├╝nen Ideale.

Zu besichtigen ist der gr├╝ne Kotau in der hessischen Landesregierung. Dort regieren seit vier Jahren Union und Gr├╝ne, eine gr├╝ne Politik ist nicht mehr zu erkennen, die Partei nennt sich zwar noch B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen, aber die gr├╝ne Politik ist restlos verdampft.

Im Gegenteil, wer sich f├╝r fr├╝here gr├╝ne Ideale einsetzt, auch als Fraktionsmitglied im hessischen Landtag, wird aus der Partei gemobbt. Also Vorsicht, Toni Hofreiter und J├╝rgen Trittin und andere, festhalten, es geht los.