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Diesel-Gipfel: Politik und Autohersteller betr├╝gen den B├╝rger jetzt gemeinsam

Blasen wohl auch nach dem Diesel-Gipfel weiterhin ungehindert Stickoxid in die Luft, die Diesel-Fahrzeuge deutscher Autohersteller.

Kritisiert den Kuschel-Faktor des Bundesverkehrsministers: Gr├╝nen-Vorsitzender Cem ├ľzdemir.

Hat die Autoindustrie lieb: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Fotos: ┬ę by -pdh-

BERLIN. - Der lange erwartete Diesel-Gipfel in Berlin ist mit einem besch├Ąmenden Ergebnis zu Ende gegangen. Statt die Belastungen der B├╝rger durch Stickoxide signifikant zu senken, hat man zwischen den Parteien einen Minimal-Kompromiss erzielt.

Dem Vernehmen nach wurde von Seiten der wohl v├Âllig ├╝berforderten oder unwilligen Politiker noch nicht einmal die hohe Belastung in Winterzeiten durch die Schadstoff-Abgabe angesprochen. Die Minimall├Âsung sieht lediglich das Aufspielen einer neuen Software bei bis zu f├╝nf Millionen Kraftwagen vor.

Durch diese ├Ąu├čerst billige Software soll der Stickoxid-Aussto├č durchschnittlich um 25 bis 30 Prozent reduziert werden. Damit sinkt die Belastung der B├╝rger, vor allem in St├Ądten, kaum messbar. Es ist damit zu rechnen, dass nun die Gerichte, die das Verhalten der Politik und der Autohersteller sehr kritisch begleiten, reihenweise Fahrverbote f├╝r St├Ądte aussprechen werden.

Der Gr├╝nen-Vorsitzende Cem ├ľzdemir forderte, dass in Zukunft die Eignung eines Bundesverkehrsministers nicht durch den h├Âchsten Kuschel-Faktor, sondern durch Qualifikation im Amt festgestellt werden sollte.