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Strahlender CDU-Wahlgewinner Kai Wegner ohne Regierungsverantwortung?

Strahlender Wahlsieger in Berlin: Kai Wegner. Offen bleibt allerdings, ob er auch k├╝nftiger regierender B├╝rgermeister der Bundeshauptstadt wird. Foto: Pressedienst CDU Berlin

Die Berliner CDU hat mit Spitzenkandidat Kai Wegner die Wiederholungswahl in der Bundeshauptstadt mit deutlichem Vorsprung vor SPD und GR├ťNEN gewonnen + + + Dennoch k├Ânnte es zu einer Fortsetzung von Rot-Gr├╝n-Rot kommen, denn die Dreierkoalition hat noch immer eine satte Mehrheit im Senat und k├Ânnte weiterregieren + + + FDP verpasst Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus

BERLIN. - Die Bundeshauptstadt Berlin hat innerhalb von knapp eineinhalb Jahren erneut gew├Ąhlt: Anders als beim Wahlchaos im September 2021 legte die CDU mit einem Plus von 10,2% bei der gerichtlich angordneten Wiederholungswahl deutlich zu.

Die SPD verlor 3% der Stimmen, die GR├ťNEN belegen mit nur rund 100 Stimmen weniger und geringen Verlusten Platz drei, auch die LINKE verlor geringf├╝gig und die FDP scheiterte mit Verlusten von 2,5% an der 5-Prozent-H├╝rde und zieht nicht wieder ins Abgeordnetenhaus ein.

Der strahlende CDU-Wahlsieger Kai Wegner k├Ânnte einen Pyrrhussieg erlangt haben und schlussendlich zum Verlierer der parlamentarischen Demokratie mutieren, wenn er keinen der beiden m├Âglichen Koalitionspartner SPD oder GR├ťNE von seinem Wahlprogramm ├╝berzeugen und zur gemeinsamen Regierung gewinnen kann.

Das vorliegende Ergebnis erm├Âglicht drei Regierungskoalitionen: CDU und SPD, CDU und GR├ťNE sowie die Fortsetzung der seitherigen Koalition mit SPD; GR├ťNEN und der LINKEN. Die AfD legte leicht zu, wird im Senat aber bedeutungslos bleiben, weil keine der anderen Parteien mit ihr koalieren will.

Hier das vorl├Ąufige amtliche Endergebnis der aktuell reibungslos verlaufenden Berlin-Wahl: CDU 28,2%, 52 Sitze (+ 10,2%), SPD 18,4%, 34 Sitze (- 3,0%), GR├ťNE 18,4%, 34 Sitze (- 0,5% und nur rund 100 Stimmen weniger als die SPD), LINKE 12,2%, 22 Sitze (- 1,25%), AfD 9,1%, 17 Sitze (+ 1,1%), FDP 4,6% (- 2,5%), Sonstige 9,1%. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,0% (- 12,4%).