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N├Ąchster Schritt zum Radschnellweg durch die Wetterau

Manfred Sch├╝tz, Erster Stadtrat von Butzbach; Peter H├╝nner, Wetteraukreis; Dirk Antkowiak, B├╝rgermeister von Friedberg; Michael Merle, B├╝rgermeister von Butzbach; Jan Weckler, Landrat des Wetteraukreises; Klaus Kre├č, B├╝rgermeister von Bad Nauheim; Guido Rahn, B├╝rgermeister von Karben; Dieter Olthoff, Stadtrat von Friedberg; Dr. Thomas St├Âhr, B├╝rgermeister von Bad Vilbel; Matthias Walther, Kreisbeigeordneter des Wetteraukreises; Sebastian Wysocki, Erster Beigeordneter der Stadt Bad Vilbel; Rouven K├Âtter, Erster Beigeordneter des Regionalverbands FrankfurtRheinMain; Joachim Hochstein, Leiter des Radfahrb├╝ros Frankfurt; Adrian Roskoni, B├╝rgermeister von W├Âllstadt; Antje Quitta, Regionale Radverkehrsbeauftragte beim Regionalverband FrankfurtRheinMain (von links nach rechts).

Wetterauer Kommunen unterzeichnen Kooperationsvertrag + + + Regionalverband ├╝bernimmt die Projektverantwortung

WETTERAUKREIS. - Die Radwegeoffensive des Regionalverbands FrankfurtRheinMain nimmt weiter Fahrt auf. Insgesamt neun Radschnellwege sollen die Region k├╝nftig vernetzen.

Einer davon verbindet die Wetterau mit der Frankfurter Innenstadt: Beginnend in Butzbach soll der Schnellweg ÔÇ×FrankfurtRheinMain6ÔÇť (FRM6) ├╝ber Bad Nauheim, Friedberg, W├Âllstadt, Karben und Bad Vilbel nach Frankfurt f├╝hren.

Mit diesem Ziel haben die politisch Verantwortlichen des Wetteraukreises, der Gemeinde W├Âllstadt sowie der St├Ądte Bad Nauheim, Bad Vilbel, Butzbach, Frankfurt am Main, Friedberg und Karben einen Kooperationsvertrag mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain unterzeichnet.

Der Verband wird die geplante Machbarkeitsstudie mit dem Team des Ersten Beigeordneten und Mobilit├Ątsdezernenten Rouven K├Âtter federf├╝hrend koordinieren.

Die Kommunen und der Kreis begleiten das Vorhaben politisch in einem Steuerungskreis und durch Mitarbeiter aus den Fachabteilungen in einem Arbeitskreis.

Hierbei sollen die vorhandenen Nutzerpotenziale sowie m├Âgliche Trassenvarianten f├╝r eine solche Premiumroute des Radverkehrs ermittelt werden. Die Studie soll im dritten Quartal dieses Jahres vergeben werden und nach rund anderthalb Jahren fertiggestellt sein.

Ein wichtiger und zeitintensiver Baustein wird dabei die Beteiligung der ├ľffentlichkeit sowie von Fachbeh├Ârden, Interessenverb├Ąnden und Vertretern der Wissenschaft sein.

ÔÇ×Wir wollen, dass sich alle Interessierten bei diesem Vorhaben mit ihren Anregungen und Ideen einbringen k├Ânnen. Damit wird die Machbarkeitsstudie nicht nur qualitativ besser, sondern erreicht auch eine h├Âhere AkzeptanzÔÇť, sind sich die Projektpartner einig.

Es wird davon ausgegangen, dass die Kosten der Machbarkeitsstudie bei etwa 100.000 Euro liegen. Das Land Hessen bezuschusst Machbarkeitsstudien dieser Art in der Regel mit rund 50 Prozent. Der Wetteraukreis hat die ├ťbernahme von bis zu 25.000 Euro zugesagt.

Die restlichen Kosten teilen sich die genannten Kommunen zu gleichen Anteilen. Der Regionalverband bringt sein Personal ein und koordiniert den gesamten Projektprozess.

Damit wird auch der Norden der Region an das k├╝nftige Netz der Radschnellwege rund um Frankfurt angebunden, welches durch die Radwege-Offensive des Regionalverbands auf den Weg gebracht wird.

Eine ├ťbersicht aller Projekte sowie ihren aktuellen Bearbeitungsstand findet man auf der Homepage des Regionalverbands unter dem Stichwort ÔÇ×RadschnellwegeÔÇť.

ÔÇ×Wer Strecken im Alltag mit dem Fahrrad zur├╝cklegt, tut etwas f├╝r seine Gesundheit, f├╝rs Klima und f├╝r alle Auto- und Bahnfahrer, denn die haben dann mehr Platz auf ihren Wegen. Damit mehr Menschen umsteigen, brauchen wir sichere, direkte und attraktive Radwege.

Deshalb hat der Regionalverband beschlossen, gemeinsam mit den beg├╝nstigten Kommunen Radschnellwege in der Region zu bauen. Als Wetterauer freue ich mich nat├╝rlich besonders, dass dabei mit dem FRM6 auch eine Verbindung von Butzbach durch die Wetterau bis nach Frankfurt ber├╝cksichtigt werden konnte.

Ich freue mich sehr auf die Arbeit an dieser Machbarkeitsstudie zusammen mit meinem Team und den Kolleginnen und Kollegen in den Wetterauer Rath├Ąusern und beim Wetteraukreis. Das wird ein spannendes ProjektÔÇť, so Rouven K├Âtter.

Der hohe Ausbaustandard von Radschnellwegen erm├Âglicht es, dass auch bei einer gro├čen Anzahl an Radfahrenden und bei hohen Geschwindigkeiten - welche durch die Nutzung von E-Bikes zunehmen werden - ein sicheres Vorankommen gew├Ąhrleistet ist.

Damit leisten solche Radverbindungen einen wichtigen F├Ârderbeitrag zur Nutzung des Fahrrads auf Alltagswegen.

Die m├Âgliche hohe Durchschnittsgeschwindigkeit auf den geplanten Radschnellwegen ist der gro├če Unterschied zu bereits vorhandenen attraktiven Strecken, wie beispielsweise dem Niddaradweg, den sich viele unterschiedliche Nutzer teilen und auf denen man als Radpendler zwar vorankommt, aber doch regelm├Ą├čig ausgebremst wird.

Zitate

Klaus Oesterling, Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt

ÔÇ×Die F├Ârderung des Radverkehrs hat f├╝r die Stadt Frankfurt gr├Â├čte Priorit├Ąt. Wir wollen und werden das Radfahren f├╝r unsere B├╝rgerinnen und B├╝rger sicherer gestalten, aber auch Einpendler animieren, aufs Rad umzusteigen.

Jedes Auto weniger, das aus dem Umland in unsere Stadt kommt, entlastet bei uns die Stra├čen. Hierbei sehen wir im Regionalverband mit seiner Radwege-Offensive einen guten Partner.

Als Hauptziel der geplanten Radschnellwege durch die Region sieht sich die Stadt Frankfurt hier in einer besonderen Rolle und unterst├╝tzt diese Projekte daher tatkr├Ąftig.ÔÇť

Thomas St├Âhr, B├╝rgermeister der Stadt Bad Vilbel

ÔÇ×Die Stadt Bad Vilbel legt ein gro├čes Tempo in Sachen Radverkehr vor. Mehr als vier Millionen Euro haben wir alleine in den letzten zw├Âlf Monaten in den Ausbau unserer Radinfrastruktur investiert.

Insbesondere entlang der Nidda ist dies gut sichtbar, aber auch im restlichen Stadtgebiet wurden neue Wegeverbindungen geschaffen oder ausgebaut. Ein Radschnellweg durch die Wetterau nach Frankfurt k├Ânnte ein weiterer Baustein werden.

Wir freuen uns, dass der Regionalverband das Projekt engagiert vorantreibt. Wer sich morgens den Verkehr rund um Bad Vilbel ansieht, kann sich vorstellen, dass es hilfreich w├Ąre, wenn einige Hundert Pendler aufs Fahrrad umsteigen w├╝rden. Deshalb sind wir selbstverst├Ąndlich als Projektpartner beim geplanten FRM6 dabei.ÔÇť

Guido Rahn, B├╝rgermeister der Stadt Karben

ÔÇ×Wenn man sich den Radverkehr auf dem beliebten Niddaradweg durch Karben ansieht, ist klar erkennbar, dass Radfahren im Trend liegt. Man sieht zahlreiche Pendler morgens und nachmittags auf der Strecke.

Allerdings muss man sich hier den Verkehrsraum mit Spazierg├Ąngern, Kindern auf Rollern, Senioren mit Rollatoren oder Joggern teilen. Ein direkter, schneller und exklusiver Radweg f├╝r Pendler nach Karben und aus Karben heraus k├Ânnte weitere Menschen zum Umsteigen aufs Rad bewegen.

Wir sind gespannt, was bei der Machbarkeitsstudie herauskommt und ob das ambitionierte Vorhaben anschlie├čend auch Realit├Ąt wird.ÔÇť

Adrian Roskoni, B├╝rgermeister der Gemeinde W├Âllstadt

ÔÇ×Viele W├Âllst├Ądter pendeln mit der S6 in Richtung Friedberg und nach Frankfurt. Aber auch mit dem Auto sind einige unterwegs, und der morgendliche Stau durch unsere Gemeinde vor Errichtung der Ortsumgehung ist uns noch in bester Erinnerung.

Deshalb wirken wir nat├╝rlich gern bei der Machbarkeitsstudie zu einem FRM6-Radschnellweg durch die Wetterau bis nach Frankfurt mit. Ein solcher Radweg w├Ąre ein Gewinn f├╝r die gesamte Region und nat├╝rlich auch f├╝r unsere B├╝rgerinnen und B├╝rger.ÔÇť

Dirk Antkowiak, B├╝rgermeister der Stadt Friedberg

ÔÇ×Friedberg ist f├╝r viele Pendler ein Verkehrsknoten. Unser Bahnhof ist gewisserma├čen der Hauptbahnhof der Wetterau und auch mit dem Auto kommt man an Friedberg kaum vorbei, wenn man in Richtung Frankfurt unterwegs ist.

Deshalb ist die Idee eines Radschnellweges durch die Wetterau f├╝r uns sehr reizvoll. Die Mobilit├Ąt der Zukunft wird sich anders gestalten und das Fahrrad wird dabei eine gr├Â├čere Rolle einnehmen als heute.

F├╝r die Kreisstadt Friedberg w├Ąre ein Radschnellweg nach Frankfurt und in die andere Richtung ├╝ber Bad Nauheim nach Butzbach ein sinnvolles und vision├Ąres Projekt. Gut, dass der Regionalverband dieses Vorhaben gemeinsam mit den beteiligten Kommunen anpackt.ÔÇť

Klaus Kre├č, B├╝rgermeister der Stadt Bad Nauheim

ÔÇ×Wir haben in Bad Nauheim in den letzten Jahren viel f├╝r den Radverkehr getan. Radfahren in der Kurstadt soll Spa├č machen und sicher sein. Gleichzeitig wollen wir aber auch die Alltagsnutzung des Fahrrades ├╝ber unsere Stadtgrenzen hinaus verbessern.

Hier sehen wir in dem Radschnellwegprojekt, das vom Regionalverband koordiniert wird, eine gro├če Chance. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie und bringen uns hierbei selbstverst├Ąndlich engagiert ein.ÔÇť

Michael Merle, B├╝rgermeister der Stadt Butzbach

ÔÇ×Derzeit arbeitet die Stadt Butzbach intensiv daran, die Nahmobilit├Ąt im Stadtgebiet zu verbessern. Gemeinsam mit den B├╝rgerinnen und B├╝rgern vor Ort und einem beauftragten B├╝ro erstellen wir den Nahmobilit├Ąts-Check und schlie├člich einen Nahmobilit├Ątsplan.

Wir wollen aber nicht nur bei uns vor Ort und ausschlie├člich f├╝r Bewohnerinnen und Bewohner Butzbachs Verbesserungen f├╝r den Radverkehr herbeif├╝hren, sondern wir denken bei der Mobilit├Ąt interkommunal. Wir verstehen Radverkehrsplanung als Angebotsplanung und dies in Form eines Netzes.

Deshalb sind stadtteil- und kommunen├╝bergreifende Verbindungen von essentieller Bedeutung, wenn wir uns ├╝ber die Zukunft und die Attraktivit├Ąt des Radverkehrs Gedanken machen. Wir freuen uns, dass wir f├╝r das Projekt FRM6, mit ins Boot geholt wurdenÔÇś, und setzen auf eine erfolgreiche Machbarkeitsstudie.ÔÇť

Landrat Jan Weckler und Kreisbeigeordneter Matthias Walther

ÔÇ×Der Wetteraukreis soll Radregion werden ÔÇô so hat es der Kreistag beschlossen, und das wollen wir auch umsetzen und leben. Deshalb ist unsere Unterst├╝tzung des FRM6 als Radschnellweg vom Norden des Kreises bis an die s├╝dliche Grenze eine logische Konsequenz.

Neben zahlreichen anderen Vorhaben kann dies ein Leuchtturmprojekt der Radinfrastruktur in unserem Kreis sein. Wir unterst├╝tzen die Machbarkeitsstudie nat├╝rlich nicht nur finanziell, sondern bringen uns auch mit unserem Engagement und unseren kompetenten Mitarbeitern in die Projektarbeit ein.

Gemeinsam mit den Anrainerkommunen und dem Regionalverband gehen wir dieses ambitionierte Vorhaben gerne und mit Energie an.ÔÇť