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EU-F√∂rderung f√ľr Jungunternehmer

Freudige Gesichter bei der Bescheid√ľbergabe, von links zu sehen: Angelina Fernando und Klaus Karger (Wirtschaftsf√∂rderung Wetterau), Volker Matthesius (Fachstellenleiter Strukturf√∂rderung der Kreisverwaltung), Eike See (B√ľrgermeister W√∂lfersheim), Carsten Kr√§tschmer (LEADER-Beiratsvorsitzender), Timo Knaupp (Firma Georg Knaupp), Matthias Walther (Kreisbeigeordneter Wetteraukreis), Bernd-Uwe Domes (Wirtschaftsf√∂rderung Wetterau) und Christina Braum (Fachstelle Strukturf√∂rderung der Kreisverwaltung).

WETTERAUKREIS. - Kreisbeigeordneter Matthias Walther hat dieser Tage einen Bewilligungsbescheid √ľber 100.000 Euro f√ľr den Bau einer Abbundhalle und den Kauf eines Montagetisches zur Betriebserweiterung des Zimmerei- und Dachdeckerbetriebes Georg Knaupp in W√∂lfersheim √ľbergeben.

‚ÄěIch freue mich, dass mit diesem Zuschuss aus EU-LEADER-Mitteln gleich mehrere Ziele erreicht werden k√∂nnen. Wir unterst√ľtzen einen Jungunternehmer, der die Wirtschaftlichkeit seiner Betriebsabl√§ufe zukunftsf√§hig entwickeln kann und sorgen f√ľr die Schaffung eines zus√§tzlichen Arbeitsplatzes in der Region‚Äú, so Kreisbeigeordneter Walther.

Timo Knaupp f√ľhrt seit zwei Jahren in dritter Generation den Georg Knaupp Zimmerei- und Dachdeckereibetrieb. Urspr√ľnglich als reines Dachdeckerunternehmen wurde der Betrieb um den Bereich Zimmerei erweitert, nachdem Timo Knaupp nach der Pr√ľfung zum Dachdeckermeister auch die Meisterpr√ľfung im Zimmereihandwerk abgelegt hat.

Durch den weiteren Betriebszweig ergeben sich zusätzliche Arbeitsschritte und Anforderungen an die vorhandenen Räumlichkeiten. Um hier effiziente und witterungsunabhängige Arbeitsabläufe garantieren zu können, werden eine Abbundhalle und die Anschaffung eines Montagetisches notwendig.

In der Abbundhalle werden die H√∂lzer f√ľr Tragwerke, Bauteile und Einbauteile angerissen, bearbeitet, zusammengepasst und gekennzeichnet. Auf dem Montagetisch k√∂nnen gro√üe Bauteile vorbereitet und angepasst an die Baustellenplanung vorgehalten werden. In der Halle geschieht das dann auch unabh√§ngig von den Wetterverh√§ltnissen.

Die Gemeinde W√∂lfersheim hat der Erweiterung des Gewerbeparks im Anschluss an das bereits durch den Betrieb genutzte Grundst√ľck zugestimmt, so dass der Hallenneubau direkt auf dem angrenzenden Grundst√ľck realisiert werden kann.

Mehr als zwei Millionen Euro aus LEADER - Mitteln

Wie Kreisbeigeordneter Walther mitteilte, liegen die Gesamtkosten bei rund 530.000 Euro. Der Zuschuss aus Mitteln der Europäischen Union beträgt 100.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt aus dem LEADER-Programm.

LEADER steht dabei f√ľr die Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der l√§ndlichen Wirtschaft und ist ein Entwicklungsprogramm der Europ√§ischen Union und des Landes Hessen zur St√§rkung und Weiterentwicklung l√§ndlich gepr√§gter Regionen.

Wesentliche Grundlage ist das Engagement der Region und ihrer politischen Entscheidungstr√§ger sowie ihrer gesellschaftlichen Gruppierung. F√ľr die F√∂rderperiode 2014 bis 2020 sind 17 Wetterauer Kommunen als LEADER-Region ‚ÄěWetterau / Oberhessen‚Äú anerkannt worden.

Es sind dies die Kommunen: Altenstadt, B√ľdingen, Butzbach, Echzell, Florstadt, Gedern, Glauburg, Hirzenhain, Kefenrod, Limeshain, M√ľnzenberg, Nidda, Ortenberg, Ranstadt, Reichelsheim, Rockenberg und W√∂lfersheim.

Im F√∂rderzeitraum stehen f√ľr die Region rund 2,1 Millionen Euro zur Verf√ľgung, die im Wesentlichen von der Europ√§ischen Union bereitgestellt werden. Erg√§nzt werden diese Gelder durch geringe Bundes- und Landesanteile. In der aktuellen F√∂rderperiode wurden bereits 1,6 Millionen Euro Zusch√ľsse mit Bewilligungen belegt.

√úber Projekte, die mit Hilfe des F√∂rderprogramms in der Region umgesetzt werden sollen, entscheidet ein 22-k√∂pfiges, ehrenamtliches Gremium aus Wirtschaft, Verb√§nden, Vereinen und Politik. Vorsitzender der LEADER-Aktionsgruppe Wetterau / Oberhessen ist Glauburgs B√ľrgermeister Carsten Kr√§tschmer.