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Gefl├╝gelpest: Das Veterin├Ąramt des Wetteraukreises ist in Alarmbereitschaft

Aufstallpflicht f├╝r Gefl├╝gel in verschiedenen Gemeinden des Wetteraukreises

WETTERAUKREIS. - Die Vogelgrippe ist wieder einmal in Europa angekommen und breitet sich weiter aus. Auch in Deutschland wurden mehrere F├Ąlle der f├╝r Gefl├╝gel hochpathogenen avi├Ąren Influenza vom Subtyp H5N8 festgestellt. Am 08. November wurde bei mehreren verendeten Wasserv├Âgeln am Pl├Âner See in Schleswig-Holstein das Virus der Gefl├╝gelpest nachgewiesen.

An den darauffolgenden Tagen wurde das Virus bei tot aufgefundenen Enten in den Bodensee-Anrainerorten Konstanz, Radolfzell, Moos, Bodman-Ludwigshafen und Friedrichshafen sowie in Mecklenburg-Vorpommern und in Sachsen gefunden.

Zeitgleich wurde ein auff├Ąlliges Sterben von Wasserv├Âgeln auf der deutschen, der ├Âsterreichischen und der Schweizer Seite des Bodensees beobachtet, dem ebenfalls eine Infektion der V├Âgel mit dem hochpathogenen avi├Ąren Influenzavirus vom gleichen Subtyp zugrunde liegt.

Weitere Ausbr├╝che mit H5N8 wurden in Gefl├╝gelbest├Ąnden in Schleswig-Holstein sowie in Mecklenburg-Vorpommern festgestellt. Eine Erkrankung des Menschen durch dieses Virus ist bislang weltweit nicht nachgewiesen.

Die Einschleppungswege sind bislang nicht abschlie├čend gekl├Ąrt. Vermutlich spielt die ├ťbertragung durch Zugv├Âgel eine gro├če Rolle, andere ├ťbertragungswege k├Ânnen allerdings ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.

Dort, wo sich Rast- und Ruhepl├Ątze von Zugv├Âgeln befinden, ist das Risiko der ├ťbertragung der Infektion auf Hausgefl├╝gel besonders hoch. Daher ist die Aufstallung des Gefl├╝gels in gew├Ąssernahen Gebieten rund um das Bingenheimer Ried Pflicht.

Konkret hiervon betroffen sind die St├Ądte und Gemeinden Florstadt, Nidda, Reichelsheim, Echzell und W├Âlfersheim. Gefl├╝gel muss folglich ab sofort dort entweder in geschlossenen St├Ąllen oder in Volieren mit vollst├Ąndig ├╝berdachten und an allen Seiten vogeldicht abgegrenzten Ausl├Ąufen gehalten werden.

Genaue Karten ebenso wie die aktuelle Allgemeinverf├╝gung sind auf der Homepage des Wetteraukreises (www.wetteraukreis.de) einzusehen.

Dar├╝ber hinaus sind B├Ârsen und M├Ąrkte sowie Veranstaltungen ├Ąhnlicher Art, bei denen Gefl├╝gel und gehaltene V├Âgel anderer Arten gehandelt oder zur Schau gestellt werden, in den betroffenen Gebieten verboten. Entsprechend d├╝rfen Gefl├╝gel und V├Âgel aus diesen St├Ądten und Gemeinden auch nicht an derlei Veranstaltungen teilnehmen.

Gefl├╝gelhalter, insbesondere von H├╝hnern, Enten und Puten, sind aufgrund der derzeitigen Seuchenlage unbedingt aufgefordert, besondere Vorsicht walten zu lassen.

Landrat Joachim Arnold und Dr. Rudolf M├╝ller, Leiter des Veterin├Ąramtes des Wetteraukreises, raten daher allen Gefl├╝gelhaltern zur Einhaltung der nach der Gefl├╝gelpest-Verordnung beschriebenen Schutzma├čnahmen:

  1. Kontakt zu Wildv├Âgeln ist unbedingt meiden. Futter und Einstreu m├╝ssen vor Wildv├Âgeln gesch├╝tzt gelagert werden.

  2. Der Kontakt von fremden Personen zum Hausgefl├╝gel sollte so weit wie m├Âglich eingeschr├Ąnkt werden. Betreuende Personen sollten stets Schutzkleidung und ├ťberzieher ├╝ber den Schuhen tragen. Dies dient neben der Minimierung des Einschleppungs- und Verbreitungsrisikos auch dem Schutz der betreffenden Person.

  3. Gefl├╝gelhalter sollten aufgrund der aktuellen Vorkommnisse ihren Bestand derzeit besonders gut im Auge haben. Sobald Unregelm├Ą├čigkeiten, wie R├╝ckgang der Legeleistung oder h├Âhere Verluste auftreten, muss umgehend der betreuende Tierarzt hinzugezogen werden.

F├╝r die zust├Ąndige Veterin├Ąrbeh├Ârde ist es wichtig, die jeweiligen Tier haltenden Betriebe zu kennen. Denn nur dadurch ist es m├Âglich, gegebenenfalls effektive Seuchenbek├Ąmpfungsma├čnahmen durchzuf├╝hren.

Daher besteht eine Registrierungspflicht f├╝r alle Halter von H├╝hner, Trut-, Perl- und Rebh├╝hnern, Fasanen, Laufv├Âgel, G├Ąnse, Tauben, Wachteln und Enten. Die Haltung dieser Gefl├╝gelarten ist neben der Registrierung bei der Hessischen Tierseuchenkasse und dem HVL (Hessischer Verband f├╝r Leistungspr├╝fung) in Alsfeld daher auch beim Veterin├Ąramt anzuzeigen.

Dies ist unter Angabe der Tierart, Anzahl und des genauen Standortes auch per E-Mail an folgende Adresse m├Âglich: veterinaermt(at)wetteraukreis.de F├╝r eventuelle R├╝ckfragen stehen die Amtstier├Ąrzte/Innen der Veterin├Ąrbeh├Ârde des Wetteraukreises unter Telefon: 06031/ 832401 zur Verf├╝gung.