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Zahlreiche BĂŒrger nutzen Beteiligungsmöglichkeit

WÖLFERSHEIM. - Seit einigen Wochen laufen die Beteiligungsverfahren fĂŒr mehrere Bauleitplanungen der Gemeinde Wölfersheim. Im Rahmen dieser Offenlagen haben BĂŒrgerinnen und BĂŒrger die Möglichkeit, Bedenken und Anregungen zu Ă€ußern.

Prominentester Bestandteil der aktuellen Offenlagen ist sicherlich der Bebauungsplan „Logistikpark Wölfersheim A 45“, durch den der Bau eines Lagers von REWE mit 550 Arbeits- und 20 AusbildungsplĂ€tzen ermöglicht werden soll.

Die Initiative „BĂŒrger fĂŒr Boden“ hatte dazu aufgefordert, die Einwendungen unter dem Motto „lasst uns SICHTBAR werden“ gemeinsam einzureichen. BĂŒrgermeister Eike See ließ es sich nicht nehmen, diese gemeinsam mit seinen Mitarbeitern persönlich im BĂŒrgerbĂŒro des Rathauses entgegenzunehmen.

Im Vergleich zu anderen Verfahren wurden verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig viele Einwendungen eingebracht. Dabei handelt es sich zum grĂ¶ĂŸten Teil um den Mustereinwand der BĂŒrgerinitiative. Auch zeigt sich bereits jetzt, dass ein großer Teil der Musterschreiben nicht von BĂŒrgern aus Wölfersheim kommt.

„Als ich von der geplanten Aktion gehört habe, habe ich mich dazu entschieden, die Schreiben persönlich entgegenzunehmen. Wir haben nichts zu verbergen und es war mir wichtig, auch auf kurze Fragen eingehen zu können.

Mein bisheriges Angebot, Fragen persönlich im Rahmen meiner BĂŒrgersprechstunde zu klĂ€ren, wurde bisher leider kaum genutzt“, berichtet BĂŒrgermeister Eike See. Anlass fĂŒr die Aktion ist die Offenlage des Bebauungsplanes. Grundlage fĂŒr alle BebauungsplĂ€ne ist ein FlĂ€chennutzungsplan.

Dieser FlĂ€chennutzungsplan regelt, wie FlĂ€chen genutzt werden, also z.B. fĂŒr Wohn- oder Gewerbebebauung. Die BebauungsplĂ€ne hingegen regeln, was dort explizit gebaut werden darf und an welche Regeln sich ein Bauherr halten muss.

So werden z.B. die maximale GebÀudehöhe, die maximale Anzahl der Geschosse, Dachformen, aber auch die genauen Bereiche, in denen gebaut werden darf und welche Anpflanzungen erfolgen, festgesetzt.

Um FlĂ€chennutzungsplan und Bebauungsplan fĂŒr das Projekt aufzustellen zu können, waren neben einem Grundsatzbeschluss mehrere BeschlĂŒsse der Gemeindevertretung notwendig, die parteiĂŒbergreifend gefasst wurden.

Nach der ersten Offenlage hat sich die Gemeindevertretung erneut mit der Thematik beschĂ€ftigt und sich fĂŒr eine zweite Offenlage ausgesprochen, die derzeit durchgefĂŒhrt wird.

Im Rahmen dieser Offenlage werden die BebauungsplĂ€ne ausgelegt, um BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern eine Möglichkeit zur Beteiligung zu geben. DafĂŒr erfolgt eine Bekanntmachung ĂŒber den Gemeindespiegel, und die Unterlagen liegen im Rathaus aus.

Seit einiger Zeit veröffentlicht die Gemeinde alle Bekanntmachungen als zusÀtzlichen Service auch online. Daher hat man entschieden, die vollstÀndigen und umfangreichen Planunterlagen auch online anzubieten.

„Da dies die letzte Möglichkeit zur Beteiligung ist, haben wir versucht, die Unterlagen wirklich jedem unkompliziert zur VerfĂŒgung zu stellen. Diesen zusĂ€tzlichen Service wollen wir beibehalten.

Wir weisen seit Beginn der Offenlage auf der Startseite der Webseite darauf hin und haben auch in der App und im Gemeindespiegel entsprechende Hinweise veröffentlicht“, so BĂŒrgermeister See.

Unter www.woelfersheim.de sind auch Unterlagen zu weiteren Beteiligungsverfahren hinterlegt. So liegt ein Bebauungsplan fĂŒr die “Obere Steingasse” aus. Mit ihm soll es ermöglicht werden, die so dringend benötigten ParkplĂ€tze auf dem Singberg zu schaffen.

DarĂŒber hinaus lĂ€uft ein Beteiligungsverfahren fĂŒr eine Außenbereichssatzung in der Römerstraße (Gemarkung Södel), die mit einem Bebauungsplan vergleichbar ist. Das Interesse an diesen Verfahren ist jedoch im Vergleich zum Logistikzentrum deutlich geringer, was auch auf den Umfang der Unterlagen zurĂŒckzufĂŒhren sein könnte.

Im Schnitt werden im Rahmen eines solchen Verfahrens mehr als 100 Seiten mit Fachgutachten, PlÀnen usw. veröffentlicht. Im Rahmen der REWE Ansiedlung sind die Unterlagen mit mehr als 350 Seiten jedoch wesentlich umfangreicher. Das Beteiligungsverfahren lÀuft noch bis zum 1. Februar.