NEWS

Sozialdezernentin Becker-B√∂sch: ‚ÄěGute-Kita-Gesetz ist der richtige Ansatz‚Äú

Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-B√∂sch besuchte unl√§ngst die Kindertagesst√§tte Wichteltal in Gedern. Unser Bild zeigt die Wetterauer Sozialdezernentin mit B√ľrgermeister Guido Kempel und Kita Leiterin Miryam Jez (von links nach rechts) vor der Kita Wichteltal.

WETTERAUKREIS / GEDERN. - Eine aktuelle Studie belegt, dass je nach Wohnort Familien in Deutschland f√ľr die Betreuung in Kindertagesst√§tten und Krippen unterschiedlich zur Kasse gebeten werden Erhebliche Unterschiede bei den Geb√ľhren f√ľr den Besuch von Kindertagesst√§tten gibt es auch in der Wetterau.

Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch sieht eine hohe Qualität als erste Priorität an.

Der Ausbau der Betreuungspl√§tze ist zwingend erforderlich, um Klagen gegen die St√§dte und Gemeinde zu vermeiden, und wenn das auch noch geb√ľhrenfrei f√ľr die Eltern angeboten werden kann, ohne die Kommunen zu √ľberfordern, w√§re ich als Sozialdezernentin hoch zufrieden‚Äú.

In Hessen gilt seit August des vergangenen Jahres, dass der Kita-Besuch f√ľr alle Kinder ab drei Jahren bis zur Einschulung an sechs Stunden pro Tag kostenlos ist. Aufpreise werden teilweise f√ľr Mittagessen, l√§ngere Betreuungszeiten oder eben f√ľr die Betreuung unter drei Jahren gefordert.

Weitere Unterschiede gibt es auch durch die unterschiedlichen Rechtsformen der Kindertagesstätten. Gewerbliche Kindertagesstätten haben ein völlig anderes Preisniveau als etwa kommunale oder konfessionelle Einrichtungen.

Wir m√ľssen den Beruf der Erzieherinnen und Erzieher attraktiver machen

‚ÄěDie v√∂llige Geb√ľhrenfreiheit ist w√ľnschenswert, allerdings m√ľssen wir dabei die Qualit√§t durch den Fachkr√§fteschl√ľssel ber√ľcksichtigen. Hier aber stehen wir vor dem Dilemma des Fachkr√§ftemangels im Bereich der Erzieherinnen und Erzieher.

Der Beruf ist nach wie vor nicht attraktiv genug, die Ausbildung mit f√ľnf Jahren zu lang und das Gehalt steht in keinem Verh√§ltnis zur Dauer der Ausbildung. Hier muss unbedingt etwas gemacht werden.

Wir m√ľssen den Beruf attraktiver machen, die Qualit√§t in den Einrichtungen verbessern und gen√ľgend Pl√§tze schaffen, so dass f√ľr jedes Kind ein Platz zur Verf√ľgung steht.

Tr√§ger m√ľssen entlastet werden

Die finanzielle Belastung, die damit f√ľr die Tr√§ger der Einrichtungen verbunden ist, muss vollst√§ndig von Bund und Land √ľbernommen werden. Die Kommunen erhalten derzeit eine Pauschale in H√∂he von 135,60 Euro pro Monat und Kind.

Das deckt l√§ngst nicht die tats√§chlichen Kosten. Gerade Kommunen in strukturschw√§cheren Gegenden werden dann mit den zus√§tzlichen Kosten √ľberfordert und werden gezwungen, bei anderen wichtigen Leistungen zu sparen.

Das ist sicherlich nicht im Sinne des Gute-Kita-Gesetzes, deshalb brauchen wir hier eine stärkere Entlastung der Kommunen “, fordert abschließend die Wetterauer Sozialdezernentin.