NEWS

Erdauff├╝llungen nicht ohne Genehmigung

Nicht genehmigt Erdaufsch├╝ttungen wie hier aus dem vergangenen Sommer in der s├╝dlichen Wetterau sind strafbar.

WETTERAUKREIS. - Erdauff├╝llungen und -aufsch├╝ttungen sind grunds├Ątzlich genehmigungspflichtig. Darauf haben jetzt Landrat Jan Weckler und Fachdezernent Matthias Walther hingewiesen.

Die Wetterau ist f├╝r ihre fruchtbaren B├Âden bekannt. Sie wird auch als ÔÇ×die Kornkammer HessensÔÇť bezeichnet. Landrat Jan Weckler weist darauf hin, dass selbst bei einmaligem Aufbringen von minderwertigem Bodenmaterial auf vorher gutem Boden, die Bodenqualit├Ąt langfristig vermindert ist.

Guter Mutterboden soll jedoch auch nicht einfach auf der Deponie landen. F├╝r Erdauff├╝llungen sind somit Genehmigungen notwendig ÔÇô zum Schutz der Bodenfruchtbarkeit und Ertragsf├Ąhigkeit.

In einem Genehmigungsverfahren wird unter anderem gepr├╝ft, ob es sich um eine Bodenverbesserung handelt oder nicht und ob die Erde mit Schadstoffen belastet ist.

Damit B├Âden nicht mit schlechter Erde belastet werden, illegal Bauschutt oder verunreinigter Aushub entsorgt wird, bedarf es einer gewissen Kontrolle. In den vergangenen Jahren kam es vermehrt vor, dass landwirtschaftliche Fl├Ąchen ohne Pr├╝fung des Erdmaterials und ohne Genehmigung aufgef├╝llt wurden.

Dies kann nicht nur teuer f├╝r den Verursacher werden, sondern verursacht auch bei Beh├Ârden einen Zeit- und Arbeitsaufwand. Erst k├╝rzlich wurde ein Fall einer Aufsch├╝ttung mit verunreinigtem Bodenmaterial vor dem Amtsgericht Friedberg verhandelt.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, r├Ąt Dezernent Matthias Walther dringend dazu, vorher Kontakt mit der Kreisverwaltung aufzunehmen.

F├╝r qualitative Bodenverbesserungen ist immer eine naturschutzrechtliche Genehmigung erforderlich. Antr├Ąge daf├╝r k├Ânnen sowohl beim Fachdienst Landwirtschaft, bei der Fachstelle Wasser- und Bodenschutz als auch bei der Fachstelle Naturschutz- und Landschaftspflege gestellt werden. Hierf├╝r steht ein vorgefertigtes Formular bereit.

Aufsch├╝ttungen ├╝ber 300m┬▓, welche keiner Bodenverbesserung dienen, sind baugenehmigungspflichtig und beim Fachdienst Bauordnung zu beantragen. Aufsch├╝ttungen bis 300m┬▓ bed├╝rfen einer naturschutzrechtlichen Genehmigung.

Aushub, der aufgebracht werden soll, kann unter Umst├Ąnden auch rechtlich als Abfall eingestuft werden. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn er verunreinigt ist und die Aufsch├╝ttung lediglich eine teure Entsorgung ersetzen soll. In diesem Fall sind Kommunen und die Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt beim Regierungspr├Ąsidium Darmstadt zust├Ąndig.

F├╝r R├╝ckfragen sind die Fachbeh├Ârden wie folgt zu erreichen: Landwirtschaft Tel.: 06031/83-4222 (Herr Volz), Wasser- und Bodenschutz Tel.: -4416 (Herr Girschick), Naturschutz- und Landschaftspflege Tel.: -4301 (je nach Kommune unterschiedliche Ansprechpartner).

Entsprechende Formulare gibt es im Internet auf www.wetteraukreis.de Stichwort Bodenverbesserungen-und-Erdaufsch├╝ttungen.