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WetterRadtour: Diesmal auf den Spuren der Kelten

Keltenwelt am Glauberg. Foto: Winfried Eberhardt

Wegweiser mit Keltenf├╝rst.

Jerusalemer Tor in B├╝dingen.

Ulrike Obenauer in ihrem Atelier.

Der Wilde Stein ist ein Wahrzeichen von B├╝dingen.

Die Karte zur Radtour Keltenroute Ost.

WETTERAUKREIS / B├ťDINGEN / GLAUBURG. - Mit der heutigen Radtour wandeln wir auf den Spuren der Kelten und erfahren etwas ├╝ber die einzigartigen Zeugnisse rund um den Glauberg. Am Ende der Tour steht ein Besuch der Keltenwelt am Glauberg auf dem Programm. Vorher besuchen wir das mittelalterliche B├╝dingen und durchfahren das gr├Â├čte Regenr├╝ckhaltebecken der Wetterau.

Die aktuelle Tour ist eine von zwei Keltenradtouren in der Wetterau. Im Routenvorschlag wird von der offiziellen Routenf├╝hrung etwas abgewichen, um die Strecke zwischen B├╝dingen und B├╝chen nicht zweimal zu fahren.

Wir starten am Bahnhof in Glauberg-Stockheim, der Endhaltestelle der Niddertalbahn. Vom Bahnhof aus fahren wir links, ├╝berqueren die Gleise und folgen dem Radwegweiser nach links in Richtung Bleichenbach. Wir fahren rechts in die Vogelsbergstra├če, dann die n├Ąchste Stra├če links, in die Vordergasse. Am Ortsrand geht es rechts hinunter. Vor der Br├╝cke fahren wir links auf dem asphaltierten Wirtschaftsweg in Richtung Bleichenbach (1).

Den Ortenberger Stadtteil erreichen wir nach knapp zwei Kilometern und fahren nach rechts in den Eubertsweg. Nach wenigen Metern passieren wir das Atelier der Bleichenbacher Metallbildhauerin Ulrike Obenauer. Ein kurzer Besuch ist unbedingt empfehlenswert.

Wir fahren nach wenigen Metern nach rechts, ├╝berqueren die Bleichenbachbr├╝cke und fahren geradeaus in die Bahnhofstra├če. Am Ortsende f├╝hrt die Tour links auf dem Wirtschaftsweg in Richtung Aulendiebach (2). Hier haben wir einen steilen Anstieg zu bew├Ąltigen. Es ist nicht der einzige f├╝r heute und beweist uns, dass die Region um B├╝dingen nicht zu Unrecht als H├╝gelland bezeichnet wird. Wir durchqueren den Ort geradeaus und folgen der Glockenstra├če bergauf. 500 Meter nach dem Ortsausgang sto├čen wir auf eine Kreuzung, wo wir verschiedene Optionen haben (3).

  1. Nach rechts f├╝hrt der Weg nach B├╝ches und von dort nach B├╝dingen. Der Nachteil ist, dass wir zweimal den gleichen Weg fahren.

  2. Fahren wir geradeaus, sto├čen wir direkt auf den B├╝dinger Stadtteil Wolf und fahren von dort direkt weiter nach B├╝dingen.

  3. Wer an den Kelten interessiert ist, f├Ąhrt nach links in Richtung Dudenrod.

Wir entscheiden uns f├╝r Version drei und radeln zun├Ąchst auf Beton, sp├Ąter auf Schotter in den Wald hinein. Nach 200 Metern folgen wir dem Radwegweiser nach rechts und erreichen nach zwei Kilometern Dudenrod (4).

Der kulturhistorische Rundweg Dudenrod verkn├╝pft Landschaftsgenuss mit interessanten historischen, naturkundlichen, geologischen, ├Âkologischen und arch├Ąologischen Informationen, die an 12 Stationen ├╝bersichtlich und gut verst├Ąndlich pr├Ąsentiert werden. Der Weg beginnt direkt am Dorfgemeinschaftshaus. Die Markierung ist die gleiche wie die der Keltenstra├če, die uns, zumindest gelegentlich, auf dieser Tour begleitet.

Der rund 3,5 Kilometer lange Rundweg ist vor allem f├╝r Wanderer geeignet. Wer kr├Ąftige Waden hat und mit einem Mountainbike ausgestattet ist, kann diesen Weg auch per Rad nehmen und die keltischen H├╝gelgr├Ąber im Wald besichtigen.

Zur├╝ck gibt es ebenfalls zwei Optionen, entweder den gleichen Weg zur├╝ck zur markanten Wegkreuzung; alternativ bietet sich die m├Ą├čig befahrene Landesstra├če zwischen Dudenrod und Wolf an. Zwei Kilometer geht es dabei leicht bergab. In Wolf fahren wir an der nach rechts abknickenden Landesstra├če vor der Br├╝cke ├╝ber den Wolfsbach halb links, bevor wir auf den Radweg nach B├╝dingen abbiegen.

Zwei Radwege bieten sich nun nach B├╝dingen an, wir nehmen den nach links abzweigenden (5), der uns nach knapp vier Kilometern ├╝ber die Stra├če ÔÇ×Am ZiegelbergÔÇť nach B├╝dingen f├╝hrt. (Die Originalroute f├╝hrt zur├╝ck nach B├╝ches und von dort aus nach B├╝dingen. Um nicht zweimal die gleiche Strecke zu fahren haben wir uns f├╝r diese Version entschieden.)

Am Kreisel halten wir uns links und fahren geradeaus ├╝ber die Bahnhofstra├če durch das Jerusalemer Tor direkt in die Altstadt. Am Jerusalemer Tor wartet schon die erste Attraktion. Der Besuch des von Lothar Keil privat betriebene Sandrosenmuseum mit Sandrosen und Gesteinen aus der Wetterau ist lohnenswert, vor allem weil Lothar Keil viele Geschichten zu seiner Sammlung erz├Ąhlen kann.

Auf unserem weiteren Weg durch die Altstadt kommen wir am Marktplatz vorbei. Es besteht die Gelegenheit, das Rad abzustellen und sich bei einer Pause zu st├Ąrken und ein wenig durch die Altstadt zu streifen. Dem Heuson-Museum und dem 50er-Jahre-Museum sollten wir ebenfalls einen Besuch abstatten.

Der weitere Weg f├╝hrt uns dann wieder aus der Stadt heraus ├╝ber die Seemenbachbr├╝cke nach rechts und nach 200 Metern abermals rechts in die Brunostra├če, der wir bis zum Ende folgen und dann nach links in die Bahnhofstra├če fahren. Am Kreisel fahren wir links ├╝ber die Schienen und direkt dahinter nach rechts auf den Radweg in Richtung B├╝ches (7).

Parallel zu den Schienen der Bahnstrecke Gie├čen/Gelnhausen fahren wir jetzt bis in den B├╝dinger Stadtteil, ├╝berqueren die Landesstra├če und fahren am Sportplatz links auf Schotter, sp├Ąter wieder auf Asphalt in Richtung D├╝delsheim. Vor uns baut sich ein Damm auf. Er ist Teil eines R├╝ckhaltebeckens vom Seemenbach, der sich insbesondere nach der Schneeschmelze aufstaut.

Mit dem Becken soll die Hochwassergefahr der Unterlieger entsch├Ąrft werden. In D├╝delsheim fahren wir ├╝ber die Stra├čen ÔÇ×Zum SeemenbachÔÇť und ÔÇ×Schulstra├čeÔÇť bis zur Bundesstra├če 521, die wir hier halb links ├╝berqueren (8). Jetzt m├╝ssen wir nur noch der Wegweisung folgen und sind nach knapp zwei Kilometern am Landesmuseum ÔÇ×Keltenwelt am GlaubergÔÇť angelangt, dem H├Âhepunkt unserer heutigen Keltentour (9).

Das Museum er├Âffnet den Besuchern einen Zugang zur Kultur der Kelten und hat sich in den wenigen Jahren seit Er├Âffnung zu einem international anerkannten Zentrum der Keltenforschung entwickelt. Wer noch Lust und Energie hat, kann einen Spaziergang ├╝ber den Glauberg machen, der nicht nur Spuren der Kelten, sondern auch aus sp├Ąteren Epochen beherbergt.

Weiter geht unsere Tour steil bergab. 200 Meter vor dem Kreisel fahren wir nach rechts in den D├╝delsheimer Weg und kommen ├╝ber die Heegheimer Stra├če vorbei am Bahnhof und der Sportanlage auf den Vulkanradweg, der uns nach gut zwei Kilometern zu unserem Ausgangspunkt am Stockheimer Bahnhof zur├╝ckbringt.

Startpunkt: Bahnhof Stockheim; Ende der Niddatalbahn von Frankfurt aus kommend, Haltepunkt der Bahnstrecke zwischen Gelnhausen und Gie├čen

Wegel├Ąnge: 30,5 Kilometer

H├Âhenmeter: 300 Meter

Radeln mit Landrat Arnold

Wer diese Tour gerne mit Landrat Arnold und anderen begeisterten Radfahrern machen m├Âchte, der hat dazu am kommenden Mittwoch, 24. August, um 14 Uhr, Gelegenheit.

Die Tour beginnt am Bahnhof von Glauburg-Stockheim. Mitzubringen sind ein geeignetes Tourenrad oder Mountainbike, ein Helm, eine kleine Brotzeit, Getr├Ąnke und viel Neugier.