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Die ‚ÄěKatastrophe‚Äú vermieden ‚Äď 300 Katastrophensch√ľtzer √ľben in Echzell

Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-B√∂sch und Echzells B√ľrgermeister Wilfried Mogk lassen sich von Echzells Gemeindebrandinspektor Jan Rudel √ľber die Katastrophenschutz√ľbung informieren

Der Gefahrguttransporter verliert Ammoniak und ist zudem mit einem Bus einer Jugendgruppe zusammengesto√üen. Fahrer und Beifahrer des Gefahrguttransporters sind bewusstlos im F√ľhrerhaus eingeklemmt, viele der Jugendlichen sind verletzt und klagen zudem √ľber Atembeschwerden.

Feuerwehrleute versorgen eine ‚Äěverletzte und ver√§ngstigte‚Äú junge Frau. Weitere Bilder auf Facebook und im Internet unter: www. Wetteraukreis.de

WETTERAUKREIS / ECHZELL. - ‚ÄěSchwere Unf√§lle und Katastrophen k√∂nnen immer wieder geschehen. Deshalb ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein, um im Falle eines Falles Schlimmeres zu verhindern.‚Äú

Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-B√∂sch machte sich am vergangenen Samstag ein eigenes Bild von der diesj√§hrigen Katastrophenschutz-Gro√ü√ľbung ‚ÄěPericulum 2017‚Äú, bei der rund 300 Katastrophensch√ľtzer aus der ganzen Wetterau auf dem Gel√§nde der Wetterauer Entsorgungsanlagen in Echzell/Grund-Schwalheim √ľbten.

‚ÄěZiel der √úbung war neben der Brandbek√§mpfung und Menschenrettung die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen, der Aufbau einer F√ľhrungs- und Kommunikationsstruktur, der Aufbau und der Betrieb eines Evakuierungsst√ľtzpunktes. Neben Teileinheiten der Freiwilligen Feuerwehren Echzell, W√∂lfersheim, Nidda und Berstadt waren insgesamt 12 Katastrophenschutzz√ľge im Einsatz.

Neben den L√∂schz√ľgen aus Ortenberg, Nidda, Florstadt, Altenstadt, Bad Nauheim, Ranstadt und Reichelsheim waren dies die Sanit√§tsz√ľge des Malteser Hilfsdienstes Altenstadt, des Arbeiter-Samariter-Bundes Karben und des DRK Friedberg. Die Betreuungsdienste √ľbernahmen das DRK Friedberg, die Johanniter-Unfall-Hilfe Rhein-Main und das DRK B√ľdingen.

Ebenfalls beteiligt war der Gefahrenstoffzug (Atomar, Biologisch, Chemisch) Wetterau, das Kreisauskunftsb√ľro und die Notfallseelsorge.

Rund 40 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Johanniter-Unfall-Hilfe Rhein-Main schl√ľpften in die Rolle der Verletzten. Den eintreffenden Feuerwehrleuten bot sich wenige Minuten nach der Alarmierung ein verheerendes Bild auf dem Gel√§nde der WEAG in Echzell/Grund-Schwalheim: Aus unbekannter Ursache ist es zu einem Brand gekommen.

Bei Löschversuchen sind mehrere Mitarbeiter im Anlieferungsbereich zusammengebrochen. Ein Mitarbeiter der WEAG versucht ein Gefahrgutfahrzeug, das an dem Objekt geparkt ist, vor dem Brand zu retten, dabei stößt er auf der Ortsstraße am hinteren Ausgang mit einem dort geparkten Reisebus zusammen.

Der Reisebus gehört zu einer Gruppe von 30 Erwachsenen und Jugendlichen, die die WEAG im Rahmen einer Exkursion besuchen. Die Menschen sind noch vor Ort. Einige Erwachsene sind in Panik zu dem Bus gelaufen und eine Gruppe von zehn Personen hat sich aufgrund des fluchtartigen Verlassens des Schadensortes verletzt und ist noch irgendwo auf dem Gelände.

Zu den √úbungsaufgaben der Katastrophensch√ľtzer geh√∂rten drei Szenarien: Beim Eintreffen der Einsatzkr√§fte gab es eine Explosion, drei verletzte Personen laufen umher, weitere vier Personen liegen im Bereich der Anlieferung. Es gibt eine starke Rauchentwicklung im Geb√§ude und im Verlauf weitere Explosionen. Im Laufe der Brandbek√§mpfung werden weitere Personen gefunden.

In einem zweiten Szenario teilte eine Person der Feuerwehr mit, dass es au√üerhalb des Gel√§ndes einen Verkehrsunfall gegeben hat. Am beteiligten Gefahrgut-Lkw laufe Fl√ľssigkeit aus. Menschen laufen herum, die √ľber Husten und Atemnot klagen, zehn Personen der Gruppe fehlen. Aus dem Motorraum des Gefahrgut-Lkw dringt dichter Rauch. Fahrer und Beifahrer sind bewusstlos.

Im Rahmen eines dritten Szenarios musste ein Evakuierungsst√ľtzpunkt f√ľr mehr als 40 Verletzte aktiviert werden Kreisbrandinspektor Lars Henrich war zufrieden mit den gezeigten Leistungen: ‚ÄěJeder von Ihnen hat das Beste gezeigt!‚Äú lobte der oberste Brandsch√ľtzer im Kreis die Arbeit der rund 300 beteiligten Einsatzkr√§fte.

Rund vier Stunden dauerte die √úbung, sehr zur Zufriedenheit von Kreisbeigeordneter Stephanie Becker-B√∂sch, die in Vertretung von Landrat Joachim Arnold an der Anschlussbesprechung teilnahm. ‚ÄěDie √úbungsziele wurden erreicht, die Zusammenarbeit zwischen den Freiwilligen Feuerwehren und Hilfsorganisationen hat hervorragend geklappt.

Ich bin froh, dass wir einen solch hervorragend aufgestellten Katastrophenschutz haben und danke allen Beteiligten, die sich nicht nur an diesem Samstag ehrenamtlich f√ľr den Katastrophenschutz in der Wetterau einsetzen.‚Äú