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KI auf der Kanzel?

Das Sonntagswort von Peter Hohmann, Pr├Ądikant aus Bruchenbr├╝cken

Ein Gottesdienst gestaltet, eine Predigt verfasst und gehalten von ChatGPT?

Was nach Science-Fiction klingt, soll auf dem diesj├Ąhrigen evangelischen Kirchentag in N├╝rnberg erprobt werden. ChatGPT ist zurzeit die bekannteste Ausf├╝hrung von k├╝nstlicher Intelligenz (KI) und sorgt durch seine spektakul├Ąren F├Ąhigkeiten f├╝r Furore.

KI, das sind Computerprogramme und -systeme, die Aufgaben ├╝bernehmen und ausf├╝hren, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. So verfasst etwa ChatGPT in Windeseile Texte, die kaum von Menschen geschriebenen zu unterscheiden sind ÔÇô u. a. auch Predigten.

KI-Algorithmen lernen aus vorgegebenen Daten und k├Ânnen damit ihre Leistung im Laufe der Zeit verbessern, was sie f├╝r eine Vielzahl von Anwendungen n├╝tzlich macht.

Ob und wie KI auch f├╝r die religi├Âse Praxis eingesetzt werden kann und sollte, ist eine herausfordernde Frage, auf die nicht nur die evangelische Kirche in Deutschland aktuell noch eine Antwort sucht.

Noch steckt diese Technologie in ihren Kinderschuhen. Aber was geschieht, wenn es einmal gelingen sollte, Maschinen zu schaffen, die zu bewusstem Denken f├Ąhig sind? W├╝rde dies nicht die Einzigartigkeit und W├╝rde des Menschen bedrohen, der nach der christlichen Lehre als Ebenbild Gottes geschaffen wurde?

Andererseits erforschen Wissenschaftler*innen und Theolog*innen bereits die praktischen M├Âglichkeiten, die der Einsatz von KI dem Christentum bietet.

Sie sehen KI etwa als ein Mittel zur Verbreitung des Evangeliums und als M├Âglichkeit, sich schnell ├╝ber theologische Inhalte zu informieren. So dient auch das geplante spektakul├Ąre Projekt in N├╝rnberg der Erforschung von zuk├╝nftigen kirchlichen Einsatzm├Âglichkeiten.

Ups! Haben wir da nicht etwas vergessen?

Lieber Gott, deine ewige Liebe und Barmherzigkeit und unser fester Glaube an dich bleiben unersetzlich. Gottseidank!