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Mit Brief und Siegel gegen multiresistente Erreger

Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch (rechts) und Prof. Dr. Reinhold Merbs (Leiter des Fachbereichs Gesundheit und Bevölkerungsschutz, 4. von links) und die Vertreterinnen und Vertreter der zwölf mit dem MRE-Siegel ausgezeichneten Einrichtungen. Foto: Pressedienst Wetteraukreis

WETTERAUKREIS. - Seit zwölf Jahren gibt es das MRE-Netzwerk Rhein-Main, eines von vier Netzwerken in Hessen, die sich den Kampf gegen multiresistente Erreger (MRE) auf die Fahne geschrieben haben.

Im Wetteraukreis sind 46 Einrichtungen dem Netzwerk angeschlossen. Wer zwei Jahre lang die Hygiene-Kriterien erf√ľllt und aktiv am Netzwerk teilnimmt wird mit einem Siegel ausgezeichnet.

Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch hat zwölf Wetterauer Einrichtungen, die dem Netzwerk bereits angeschlossen sind erneut mit dem Siegel ausgezeichnet.

VRE, ESBL, MRGN, Clostridioides difficile, MRSA: Hinter diesen Namen und Abk√ľrzungen verbergen sich Bakterien, die immer mehr zum Problem werden.

Sie sind in Abw√§ssern, Gew√§ssern, in der Nahrungskette zu finden und die meisten Antibiotika gegen sie sind unwirksam. F√ľr die Europ√§ische Gesundheitsbeh√∂rde ECDC sind multiresistente Erreger die bedeutendste Krankheitsbedrohung in Europa.

Mit einer hohen und rasant steigenden Infektionsrate, jährlich bekommen in Europa rund drei Millionen Menschen eine Krankenhausinfektion, etwa 50.000 Menschen sterben daran.

Das MRE-Netzwerk Rhein-Main arbeitet daran, die Entstehungs- und Verbreitungsrate multiresistenter Erreger zu vermindern und der Stigmatisierung von MRE Betroffenen entgegenzuwirken.

Gerade beim Übergang zwischen stationärer und ambulanter Versorgung soll durch den Einsatz gezielter Präventionsmaßnahmen die Patientensicherheit und die Verbesserung der öffentlichen Gesundheit bewirkt werden.

Im Netzwerk arbeiten Kliniken, Pflegedienste und Altenpflegeheime, die Landesärztekammer Hessen, die kassenärztliche Vereinigung, Einrichtungen des Rettungsdienstes und Krankentransports und Labore zusammen.

Es steht unter der Schirmherrschaft des Hessischen Sozialministeriums und wird organisatorisch geleitet von neun Gesundheitsämtern der Region: Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden, die Kreise: Main-Taunus-Kreis, Offenbach Land, Wetteraukreis, Hochtaunuskreis, Main-Kinzig-Kreis und Rheingau-Taunus-Kreis.

Zwölf Einrichtungen von Bad Nauheim bis Gedern

Folgende Einrichtungen wurden erneut mit dem MRE-Siegel ausgezeichnet:

In Altenstadt die AWO pflegeplus gGmbH

In Bad Nauheim die Praxis an der Sportklinik, Prof. Dr. Szalay und Dr. Patzak, die MEDIAN Klinik am S√ľdpark, die MEDIAN Kaiserberg-Klinik, die Park-Klinik und die Johanniter-Unfall-Hilfe.

In B√ľdingen die Bergmann Deutsche Klinik GmbH

F√ľnf Kliniken des Gesundheitszentrums Wetterau: Die Diabetes-Klinik und das Hochwaldkrankenhaus in Bad Nauheim, das B√ľrgerhospital in Friedberg, die Schlossbergklinik in Gedern und das Kreiskrankenhaus in Schotten

‚ÄěIch freue mich sehr, dass unsere Einrichtungen sich so dieses f√ľr Patienten und ihre Angeh√∂rigen wichtigen Themas annehmen.

Die Patienten m√ľssen isoliert werden, ihre Angeh√∂rigen tragen besondere Schutzkleidung und k√∂nnen sich h√§ufig nicht so um den Patienten k√ľmmern, vor allem, weil wegen der Schutzhandschuhe der unmittelbare Hautkontakt nicht m√∂glich ist, was die Patienten in dieser Situation dringend br√§uchten.

Deshalb ist es so wichtig, dass alles erdenkliche getan wird, um solche Situationen zu vermeiden“, so Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch.

Weitere Informationen zum Netzwerk: www.mre-rhein-main.de