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Bio Kartoffeln und Rindfleisch aus der Wetterau f├╝r Gro├čk├╝chen

Dolle Knollen aus der Wetterau. Foto: Yannick Volz

WETTERAUKREIS / B├ťDINGEN / DAUERNHEIM. - Mittagsmahlzeiten in der Au├čerhausverpflegung w├╝nschen sich viele nicht nur ausgewogen, sondern auch regional und nachhaltig, aus ├Âkologischer Landwirtschaft.

Bislang scheitert der Anspruch h├Ąufig daran, dass begrenzte Budgets in Schulk├╝chen und B├╝rokantinen vermeintlich keine Bio-Produkte zulassen oder das regionale Angebot nicht ausreichend gegeben ist.

Um Ans├Ątze und M├Âglichkeiten in der Gemeinschaftsverpflegung aufzuzeigen, waren am vergangenen Montag zahlreiche Betriebs- und K├╝chenleiter zu dem Webseminar ÔÇ×BioBitte. ÔÇô Mehr Bio in Gro├čk├╝chen in der Modellregion ├ľkolandbau WetterauÔÇť eingeladen.

Regionale Bio-Produkte zu beziehen bedeutet, auf kurzen Wegen eine nachhaltige Landwirtschaft sowie die nachgelagerten Verarbeitungsunternehmen vor Ort zu f├Ârdern.

Seit 2016 wird im Projekt Modellregion ├ľkolandbau Wetterau gemeinsam mit Landwirten, Verarbeitungs- und Vermarktungspartnern daran gearbeitet neue bio-regionale Wertsch├Âpfungsketten zu etablieren und hochwertige Bio-Produkte an Einrichtungen in der Au├čerhausverpflegung im Wetteraukreis sowie im nahen Ballungsraum Rhein-Main zu vermarkten.

Ziel ist es auch ein Angebot zu schaffen, welches den Anforderungen von Gro├čk├╝chen gerecht wird. So m├╝ssen die Bio-Erzeugnisse einer ersten Verarbeitungsstufe unterzogen und bis an die K├╝chent├╝r geliefert werden.

ÔÇ×Die Distribution muss also vom Acker bis auf den Teller gedacht werden. Was uns in den angesto├čenen Projekten gelungen istÔÇť, bekundet Landwirtschaftsdezernent Matthias Walther.

Bio-Rindfleisch ÔÇô regionaler Genuss

In Kooperation mit vier H├Âfen mit ├Âkologischer Rinderhaltung aus dem Wetteraukreis ist es gelungen, im Projekt ÔÇ×Bio-RindfleischÔÇť Rinderhackfleisch in verschiedenen Gebindegr├Â├čen f├╝r die Gastronomie, Mensen und Kantinen anzubieten.

Aufgrund der regionalen Strukturen erfolgt die zertifizierte Schlachtung und Verarbeitung auf kurzen und transparenten Wegen in B├╝dingen, Dauernheim und Bruchk├Âbel.

F├╝r gro├če Betriebsk├╝chen von besonderem Interesse: die Bio-Fleischprodukte sind in einem umf├Ąnglichen Warenwirtschaftssystem eingepflegt.

Dolle Knolle Wetterau

Ein weiteres von der Arbeitsgemeinschaft Modellregion ├ľkolandbau Wetterau unterst├╝tztes Projekt ist die ÔÇ×Dolle Knolle WetterauÔÇť.

Das Vorhaben bietet die M├Âglichkeit, regionale Bio-Kartoffeln f├╝r die Au├čerhausverpflegung zu b├╝ndeln, zu sch├Ąlen, nach Kundenwunsch zu schneiden und in Gro├čgebinde-Einheiten zu vakuumieren. Hierf├╝r steht eine Verarbeitungsanlage zur Verf├╝gung und das Potenzial f├╝r weitere landwirtschaftliche Betriebe ist gegeben.

Herausforderung Bio in der Gemeinschaftsverpflegung

Neben dauerhaften regionalen Bezugsm├Âglichkeiten ist die Verflechtung von Bio-Lebensmitteln im Speiseplan eine budgetgerechte Herausforderung, und gleichzeitig ein gro├čer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit f├╝r den Betrieb.

Der Schl├╝ssel zum Erfolg ist eine sehr gute Mischkalkulation in der Speiseplanung sowie die Vermeidung von Speiseabf├Ąllen. ÔÇ×Damit die Umstellung auf Bio-Essen aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten bei einer Gro├čk├╝che gelingt, ist es ratsam zu Beginn einzelne Komponenten auszutauschen, um Erfahrungen in der eigenen K├╝che zu sammelnÔÇť, so Landwirtschaftsdezernent Matthias Walther.

Vor der Umstellung treten viele Fragen auf: Wie kann man Bio in der K├╝che umsetzen? Wie werden Bio-Speisepl├Ąne budgetgerecht erstellt? Gibt es ein regionales Bio-Angebot im Kreis?

Antworten auf diese Fragen und weitere Hilfestellungen erhielten Wirtschafts-, Betriebs- und K├╝chenleiter sowie Eink├Ąufer der Gemeinschaftsgastronomie, Inhaber, Gesch├Ąftsf├╝hrer und K├╝chenleitungen von Catering-Unternehmen auf der Veranstaltung ÔÇ×BioBitte. ÔÇô Mehr Bio in Gro├čk├╝chen in der Modellregion ├ľkolandbau WetterauÔÇť.

Veranstalter waren das Bundesministerium f├╝r Ern├Ąhrung und Landwirtschaft, die FiBL Projekte GmbH (FiBL steht f├╝r Forschungsinstitut f├╝r biologischen Landbau) und die Arbeitsgemeinschaft Modellregion ├ľkolandbau Wetterau.

ÔÇ×In der Wetterau sind die Bio-Akteure bereits sehr weit. Jetzt m├╝ssen Angebot und Nachfrage zusammengebracht werden, wie auf unserer VeranstaltungÔÇť, betont Anja Erhart von der FiBL Projekte GmbH in ihrem Vortrag.

F├╝r Fragen zu den regionalen Bio-Produkten aus dem Wetteraukreis steht Claudia Zohner, Projekt-Koordinatorin der Modellregion ├ľkolandbau Wetterau zur Verf├╝gung, Telefon: 06031/83-4217, E-Mail: zohner.oekomodellregion(at)wetteraukreis.de.