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Asthma (2): Obstruktive Bronchitis auch als Hinweis auf seelische Spannungen

Dr. Detlef Eichberg ist selbst√§ndiger Apotheker und Buchautor. F√ľr FACT schreibt er in w√∂chentlichen Abst√§nden zu Gesundheits- und gesellschaftlich relevanten Themenbereichen, heute zum Thema: Asthma (2)

Bei einem akuten Anfall sollte nicht herum getändelt werden, sondern mit einem schnell wirksamen, so genannten Beta-Sympathomimeticum (zum Beispiel Salbutamol) eine Erweiterung der Bronchien ermöglicht werden.

Diese Notbremse vermittelt den Betroffenen die beruhigende Erfahrung, dass sie bei erneuten Anfällen nicht zu ersticken brauchen. Dadurch wiederum kann sich das vegetative Nervensystem entspannen und ein erneuter Anfall unterbleibt oder äußert sich weniger dramatisch.

W√§hrend Beta-Sympathomimetica die Helfer in der Not darstellen, so werden niedrig dosierte Glucocorticoide vorbeugend als Sch√ľtzer verabreicht. Corticoide beugen Entz√ľndungen vor und verhindern so einen Asthma-Anfall.

Was die Angst der Patienten vor Kortison anbelangt, so kann man aus pharmazeutischer Sicht beruhigend versichern, dass Risiken, Nebenwirkungen und Gew√∂hnung aufgrund der ausschlie√ülich √∂rtlichen Verabreichung mittels Sprays und Wirkstoff-Mengen im Mikrogramm-Bereich (tausendstel Milligramm!) kaum zu bef√ľrchten sind.

Bei leichterem, allergisch ausgel√∂sten Asthma kann Cromoglicins√§ure inhaliert oder gespr√ľht werden, die eine sehr geringe Nebenwirkungsrate aufweist. Besonders Kinder sprechen darauf gut an.

Mittels eines ‚ÄěPeak-Flow-Meters‚Äú kann der Patient zu hause die Str√∂mungs-Kapazit√§t seines Atemvolumens selbst messen und in ein Tagebuch eintragen. Somit ist ein rechtzeitiges Gegensteuern bei reduziertem Volumen des Ausatems m√∂glich.

Asthmatiker sollten alle Arten von Reizstoffen in der Atemluft meiden. Das Trinken von reichlich Fl√ľssigkeit f√ľhrt zu einer Verfl√ľssigung des z√§hen Sekretes in der Lunge, was einen besseren Abtransport erm√∂glicht.

Bei fortgeschrittenen Stadien sollte eine vorbeugende Dauermedikation mit gut eingestellten Glucocorticoiden erfolgen. Atemschulung, Klimakuren und autogenes Training runden die medikamentöse Therapie ergänzend ab.

Als alternativer Ansatz kann in leichteren F√§llen √§gyptisches Schwarzk√ľmmel√∂l getestet werden. Di√§tetische Ma√ünahmen, z. B. Reduzierung des tierischen Eiwei√ües, Meidung von m√∂glichen Allergieausl√∂sern wie N√ľsse, Tomaten, Erdbeeren, Zitrusfr√ľchte, sowie stark aromatischer Gew√ľrze, k√∂nnen ebenfalls einer allergischen oder Reiz induzierten Verkrampfung der Bronchialmuskulatur vorbeugen.

Schlie√ülich kann die obstruktive Bronchitis auch ein Hinweis auf seelische Spannungen sein, so dass Entspannungs√ľbungen der Freisetzung des f√ľr Asthma verantwortlichen k√∂rpereigenen Stoffes Histamin entgegen wirken.