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LESERBRIEF: Kein frischer Wind bei Bad K├Ânigs politischen Entscheidern

Die Stadtverwaltung der Odenw├Ąlder Kurstadt Bad K├Ânig: Noch immer wegen Altlasten in Turbulenzen.

Dass es bei der Bad K├Âniger Koalition von SPD-CDU und den GR├ťNEN keine Harmonie des gemeinsamen Handelns zu erwarten gibt, ist ja nicht mehr neu.

Nach dem Abgang des abgew├Ąhlten B├╝rgermeisters Uwe Veith h├Ątten wir B├╝rger erwarten k├Ânnen, dass ein frischer Wind weht. Nicht jedoch in der Stadtverordnetenversammlung vom 22. August 2019!

Es braucht ja nicht immer der Wiederholung, dass jahrelange offene Forderungen in wahrscheinlich 7-stelligem Euro-Bereich in dieser Koalition offensichtlich nicht kl├Ąrungsf├Ąhig sind?

In einem Schreiben des Landrates des Odenwaldkreises vom 01.M├Ąrz 2019 weist er unsere Stadtverantwortlichen ausdr├╝cklich darauf hin: ÔÇ×Die Nichtgeltendmachung zustehender Anspr├╝che bedeutet letztendlich die Inkaufnahme eines finanziellen Schadens f├╝r die StadtÔÇť.

Und jetzt kommen die interessanten und weiteren Aktivit├Ąten seit der letzten Kommunalwahl. Ein Feuerwehrst├╝tzpunkt im Kinzigtal. Und was macht diese Koalition? Sie macht genauso weiter wie vorher! F├╝r die Folgen durch den fr├╝heren B├╝rgermeister und Stadtbaumeister Paul.

Und es gab wohl auch noch ein Architekt, der im Hintergrund "sein Bestes" gab. Und ein weiterer Bauingenieur (mit noch vielen weiteren interessanten Berufsbezeichnungen) aus Bad K├Ânig, der sich in der ├Âffentlichen Sitzung am 11.09.2014 als Einziger vorstellen durfte und sofort in die Vollen ging. Zitat: ÔÇ×Er habe je bereits mehrere Feuerwehrh├Ąuser gebaut!ÔÇť Fragt sich, ob als Architekt, als Planer, oder als Baustatiker?

Wo und wie war von den Stadtverordneten nicht einer R├╝ckfrage wert oder nicht w├╝nschenswert. Ist das nicht eine ausgesprochen seltsame Konstellation einer ├Âffentlichen Auftragsvergabe durch die politischen Gremien?

Denn vor der Auftragsvergabe w├Ąre es sch├Ân gewesen zu erfahren, ob das auch stimmt und ob beim Planer eine erforderliche Qualifikation f├╝r den Neubau des Feuerwehrst├╝tzpunktes vorliegt.

Jetzt, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, wurde ein Fachb├╝ro in Bad K├Ânig f├╝r Architektenleistungen zur Unterst├╝tzung heran gezogen. Aber warum nicht schon von Anfang an?

Viel ├ärger, Zeit und hohe zus├Ątzlichen Kosten w├Ąren uns erspart geblieben und die Kinziger h├Ątten bereits ein nutzbares Feuerwehrhaus. Und das Bem├╝hen einer dringenden Aufkl├Ąrung durch diese Koalition vorzunehmen: Keines!

Oder die Sanierung der Verbindungsstra├če nach Momart, bei der im Vorfeld der dortige Ortsbeirat sowie die ZBK-Fraktion Vorschl├Ąge zur Auftragsvergabe f├╝r einen vern├╝nftigen Kostenrahmen vorgelegt haben, f├╝r die es ebenfalls aus dem Landesf├Ârderprogramm eine hohe finanzielle Unterst├╝tzung gegeben h├Ątte!

Warum wurde das alles von SPD, CDU den GR├ťNEN verworfen und f├╝hrte zu den bekannten Problemen? Nachdem jetzt die Kosten geradezu am Explodieren sind, die Bauma├čnahmen endlich nach vielen Verz├Âgerungen weiter gehen, ist es unabwendbar geworden, dass hoffentlich auch die Verantwortlichen, finanziell zur Kasse gebeten werden?

Selbstkritik: Welches tumbe und armselige Koalitions-Bla Bla h├Ârt man dazu von einem SPD-Stadtverordneten Nisch: ÔÇ×Jetzt werden wir erneut in den sauren Apfel bei├čen m├╝ssen?ÔÇť Und sein Genosse Gottschalk sowie CDU Kollege Bereiter: ÔÇ×Im SinneÔÇŽÔÇŽkeine andere L├Âsung?ÔÇť

Verantwortungsgef├╝hl? Waren es denn wieder diese Fehlentscheidungen, mit denen sich diese Kommunalpolitiker viel zu oft hinter ihrer Partei verstecken? Waren es wieder diese falschen Entscheidungen, die uns B├╝rger viel Geld kosten?

Entweder unsere Kommunalpolitiker stehen nicht dazu, oder sie sind schon immer am falschen Platz. ÔÇ×Gl├╝ck aufÔÇť w├╝rde man in der SPD sagen. Ich sage: Wieder danebengegriffen!

Was jetzt in der j├╝ngsten hektischen Stadtverordnetenversammlung so abgelaufen ist, hat eine Odenw├Ąlder Gazette ja in Schwerpunkten bereits drei Wochen zuvor zum Druck gebracht.

Aber zur├╝ck zu einem ZBK Antrag, der etwas Licht in das Dunkel unserer Politik bringen k├Ânnte: Der Magistrat sollte aufgefordert werden, das zust├Ąndige Ingenieur- und Planungsb├╝ro sofort von seinen Aufgaben zur Sanierung der Stra├če nach Momart zu entbinden und m├Âgliche Regressanspr├╝che gegen alle Beteiligte zu ├╝berpr├╝fen.

Schwerwiegend genug! So musste der Stadtverordnetenvorsteher Thomas Seifert doch geradezu dringendes Interesse haben, diese Vorg├Ąnge aufzukl├Ąren? Was macht er? Er b├╝gelt den vorgebrachten Antrag der ZBK wegen einer Formalie ab.

Jetzt kommt er nat├╝rlich auf die Tagesordnung der n├Ąchsten Sitzung am 17. Oktober. Jedoch werden die Bauma├čnahmen sodann weitestgehend fertig und der Antrag sich vielleicht schon erledigt haben?

Jedenfalls eine hektische Sitzung nach alten Strickmustern und ein Politikverst├Ąndnis, das nicht zum Besten steht! Nat├╝rlich muss jetzt der Eindruck entstehen, dass sich Herr Seifert selbst und seine unf├Ąhigen politischen Gef├Ąhrten aus der Schusslinie bringen muss.

Beim Stadtverordnetenvorsteher Thomas Seifert habe ich den Eindruck, ein Heiligenschein ├╝ber seinem Haupt wackelt doch ganz bedenklich, mit dem er schon ├╝ber 30 Jahre vereinzelt seinen Glauben st├Ąrkt, er k├Ânne wohl trockenen Fu├čes ├╝ber unsere Seen laufen?

Inzwischen scheinen ihm offensichtlich der letzte Wille und eine Umstellungsf├Ąhigkeit f├╝r neue Herausforderungen zu fehlen. Denn nicht umsonst verweigerte ihm bereits 2016 mangels Vertrauen zur Wahl zum Stadtverordnetenvorsteher eine gro├če Anzahl Parlamentarier die Gefolgschaft.

Fazit: Wie ruiniert man seinen Glauben an unsere Kommunalpolitik? Ganz einfach. Man geht in eine Bad K├Âniger Stadtverordnetenversammlung und h├Ârt CDU, SPD und den Gr├╝nen einmal zu. Schadenfreude? Ist nicht angebracht!

Heinrich Hofferbert
64732 Bad K├Ânig