Der Raubacher Jockel gratuliert: Odenwälder Kreispolitik erreicht Level 2

Heute schreibt Jakob Ihrig, Raubach, posthum seine satirische Betrachtung zum Erwachen der Odenwälder Kreispolitiker aus ihrem Dornröschenschlaf

ODENWALD. - Wer die aktuellen Informationen vor allem bei FACT in den zurückliegenden Wochen verfolgt hat, konnte erfreut feststellen, dass sich etwas tut im Odenwald. Die Kreispolitiker sind offenbar aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und sehen, wohin die Energiepolitik der grünen Landesregierung führt.

Man muss die Atomkraftwerke abschalten, ein paar Dutzend Windrädchen aufstellen und schon sind alle Stromprobleme gelöst. So stellen sich dies der grünnaive Odenwälder Gymnasiallehrer oder die vergrünte Kindergärtnerin in ihrer Einfalt gerne vor.

Jetzt kann man natürlich versuchen zu erklären, dass in Deutschland mittlerweile fast dreißigtausend Windindustrieanlagen stehen, diese manchmal nicht einmal 1Prozent des Strombedarfs decken - selten mehr als 10% - und dass man selbst mit einer Verhundertfachung dieser Anlagen keine stabile Stromversorgung wird realisieren können.

Reine Zeitverschwendung! In seiner Käseglocke ist dieser Personenkreis sicher von jeglichem physikalischen Sachverstand abgeschirmt.

Nach zwei Stunden Erklärung anhand von Grafiken über die Windstromeinspeisung, die Funktionsweise von Stromnetzen, über Regelzonen, der absolut notwendigen Gleichzeitigkeit von Stromerzeugung und -verbrauch und was nicht alles schon versucht wurde, wird man nicht mehr als ein Grunzen ernten:

„Äwwer Addoom wolle mer uff keen Fall und dess Klima ….! Also doo misse mer unsern Beitrag …. und ich kaaf yo ah nur noch die Biobanane aus de Region“, usw. Nun könnte man darauf etwas entgegnen, das lässt man aber besser.

Die Demoskopen sprechen hier von den sogenannten „Addoomern“ auf Level 1 – klassische Grünwähler, zumeist akademisches Proletariat im unteren Einkommensbereich, das jedem Beschiss wie etwa grünem Strom oder veganem Hundefutter zielsicher auf den Leim geht – die ewig Verarschten eben!

Nun darf man nicht verhehlen, dass die meisten Odenwälder Kommunalpolitiker bis vor etwa einem Jahr ebenfalls noch auf diesem Level-1-Niveau verharrten. Ihre „connerie monumentale“ war und ist beeindruckend: Der Olt-Oreg Rotor am Hainhaus, mit dem schon über 1 Million Euro an Steuergeldern verdummt wurden.

Von dieser Sorte sollten übrigens noch eine ganze Reihe gebaut werden! Knapp eine weitere Million an Steuergeldern wurde für den nutzlosen kommunalen Flächennutzungsplan vergeudet.

Gleichzeitig wurde den Bürgern etwas von regionaler Stromerzeugung (Heimatstrom für die Doofen) vorgegaukelt, begleitet vom ewigen Gewäsch, man müsse für irgendetwas, irgendeinen Beitrag leisten. Der kommunale Klimawahn schuf sogar zwei Stellen für die beiden Klimatölpel, die sich der Kreis hält, um das Weltklima zu managen. Die Aufzählung ließe sich endlos fortsetzen.

Umso erfreulicher, dass die überwiegende Anzahl der Odenwälder Kommunalpolitiker nun das Level 2 erreicht hat. Das bedeutet, sie sind noch nicht völlig gegen Windindustrieparks, sondern nur dort, wo diese völlig sinnlos sind, wie etwa im windschwachen Odenwald.

Das ist schon einmal ein Riesenfortschritt und keineswegs die Realisierung des Sankt-Florian-Prinzips. Bei uns in der Raubach sagt man: „Wenn jeder vor seiner eigenen Haustüre kehrt, ist es am Ende überall sauber“.

Und so ist es gut, wenn alle gegen die dreckige und umweltzerstörende Energiepolitik der grünen Landesregierung aufstehen. Im Odenwald, an der Bergstraße, im Taunus, im Vogelsberg, in der Wetterau….

Es bleibt zu hoffen, dass unsere Kommunalpolitiker das Level 3 noch erreichen. Hierfür müssten sie letztendlich kapieren, dass Muttis deutschnationale Energiewende nun mal das größte Schwachwindkonzept, sprich, der größte Schwachsinn aller Zeiten ist!