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B├╝rgerinitiativen aus ganz S├╝dhessen zur Demo auf dem Frankfurter R├Âmerberg

Peter Geisinger, 1. Vorsitzender von Vernunftkraft Odenwald e.V., Dr. Stefan Naas, FDP, B├╝rgermeister der Stadt Steinbach (Taunus), Udo Bergfeld, Kundgebungsleiter B├╝rgerinitiative Gegenwind Siedelsbrunn & Ulfenbachtal, Rolf Michael Zimmermann, Vorsitzender von Vernunftkraft Hessen e.V.. (von links nach rechts).

FRANKFURT / ODENWALD. - Die 12. ├ľffentliche Sitzung der Regionalversammlung S├╝dhessen am vergangenen Freitag,14. September, im Frankfurter R├Âmer war Anlass f├╝r Udo Bergfeld von der B├╝rgerinitiative Siedelsbrunn und Ulfenbachtal, eine Kundgebung vor dem Rathaus abzuhalten.

Obgleich das Thema Windindustrieanlagen aktuell nicht auf der Tagesordnung der Regionalversammlung stand, auch nicht ├╝ber den Regionalplan S├╝dhessen abgestimmt wurde, sollte die Kundgebung dazu dienen, nochmals das Thema Windkraft-Industrieanlagen aufzugreifen.

Die Mitglieder der Regionalversammlung S├╝dhessen d├╝rften nicht wieder, wie so oft schon geschehen, ÔÇ×einfach der einseitig gr├╝ner Ideologie blau├Ąugig folgen, ohne ├ťberlegung ├╝ber etwas abstimmen, wovon viele ├╝berhaupt keine Ahnung habenÔÇť, gab Udo Bergfeld zu bedenken.

ÔÇ×Diese derzeitige Politik der Mythen und Halbwahrheiten sowohl von Kanzlerin Angela Merkel als auch von Ministerpr├Ąsident Volker Bouffier und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wasir riskiert unseren Wohlstand, zerst├Ârt unsere Heimat und die der k├╝nftigen Generationen.ÔÇť

Keinesfalls trage diese Politik zur Begrenzung des Klimawandels bei, wie Udo Bergfeld weiter ausf├╝hrte. Sogar der Bundesrechnungshof habe der Energiewende ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Diese sei verkorkst, trotz 30.000 Windenergieanlagen sei der Klimaschutz nicht vorangekommen.

ÔÇ×Dabei kostet uns diese Energiewende bis ins Jahr 2025 mehr als 500 Milliarden Euro. HESSEN LEBT RESPEKT - hei├čt es in einer Kampagne von 2017, der schwarz-gr├╝nen Landesregierung. Und genau diesen Respekt wollen wir f├╝r uns einfordern. Auch ZUH├ľREN BEDEUTET RESPEKTÔÇť, forderte Udo Bergfeld von den Politikern.

Und genau in diesem Moment schlich sich die gr├╝ne Regierungspr├Ąsidentin Brigitte Lindscheid an den Demonstranten mit eingezogenem Kopf vorbei, um in den R├Âmer zu gelangen.

ÔÇ×Das passt zu dem typischen Umgang der Politiker mit seinen B├╝rgern. So wie es auch beim Besuch der Kanzlerin in Heppenheim 2017 geschehen ist: Volker Bouffier und Dr. Michael Meister hatten keine Lust auf Volkes Stimme.ÔÇť

Den Regierenden m├╝sse unbedingt klar gemacht werden, dass sich in einer Demokratie Mitwirkung und Bevormundung gegenseitig ausschlie├čen, fuhr Udo Bergfeld in seinen Ausf├╝hrungen fort. Jeder B├╝rger in Deutschland beteilige sich mit seiner Stromrechnung an der Erneuerbaren-Energie-Umlage.

ÔÇ×Das sind im Jahr mehr als 28 Milliarden Euro. Das ist ein Betrug an uns Allen. Wir B├╝rger wollen den Erhalt unserer einzigartigen Naturlandschaft mit ihrer biologischen Artenvielfalt und keine Zerst├Ârung unserer windschwachen Mittelgebirgsz├╝gen.ÔÇť

Dr. Stefan Naas (FDP), B├╝rgermeister der Stadt Steinbach im Taunus, bekr├Ąftigte das Anliegen der Demonstranten, keine weiteren Windindustrieanlagen in deutschen Mittelgebirgen zu errichten. Gerade der Taunus sei Naherholungsgebiet f├╝r die Frankfurter B├╝rger, die sich hier vom Alltag erholen wollten. Auch bei der Wohnungsknappheit sollten die l├Ąndlichen Gebiete attraktiv bleiben als Wohnort f├╝r die B├╝rger und nicht durch ├╝ber 200m hohe Windr├Ąder die Landschaft verunstalten mit all ihren weiteren Gefahren wie zum Beispiel Infraschall, Druckwellen und Naturzerst├Ârung.

Wie bereits Udo Bergfeld verwies Dr. Naas auf die kommende Landtagswahl am 28. Oktober 2018. Der B├╝rger k├Ânne durch seine Stimmabgabe mit dazu beitragen, dass eine Politik nicht gegen sondern f├╝r Mensch und Natur gemacht wird.

Peter Geisinger, Flugkapit├Ąn a.D., 1.Vorsitzender von >Vernunftkraft Odenwald e.V.< berichtete von den Windindustriestandorten, die bereits im Odenwald auf den windschwachen H├Âhenr├╝cken gebaut wurden, trotz Widerstand in der Bev├Âlkerung, trotz anh├Ąngiger Gerichtsverfahren.

Dabei sei sowohl gegen den Naturschutz als auch gegen bestehende Gesetze versto├čen worden. ÔÇ×Das Regierungspr├Ąsidium Darmstadt mit Brigitte Lindscheid als Pr├Ąsidentin hat alle diese Windindustrieanlagen genehmigt, egal , ob die Gebiete im FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) liegen oder in Gebieten mit gesch├╝tzten Tieren.ÔÇť

In diesem Zusammenhang f├╝hrte Geisinger aus, wie die Politiker mit B├╝rgern umgehen, die sich wehren: Auf dem Stillf├╝ssel in Siedelsbrunn wurde bei Demonstrationen sogar der Staatsschutz eingesetzt.

Der ehemalige Landrat der Bergstra├če , Matthias Wilkes, der die B├╝rgerinititiven im Odenwald

unterst├╝tzt, wurde sogar von der Aufsichtsratsvorsitzenden der ENTEGA, Marie-Luise Wolff, aufgefordert ,sich von den ÔÇ×KriminellenÔÇť zu distanzieren, berichtete Peter Geisinger weiter.

ÔÇ×Trotz der 30.000 Windindustrieanlagen in Deutschland ist der CO┬▓ -Aussto├č nicht nennenswert gesunken. Das hei├čt das Ziel, den CO┬▓-Aussto├č zu senken, das eigentliche Ziel der Energiewende, wurde nicht erreicht.ÔÇť Mit dem Bau von Windindustrieanlagen werde aber jede Menge Wald abgeholzt. Dabei sei doch bekannt, dass gerade der Wald neben den Ozeanen die gr├Â├čte CO┬▓-Senke
der Welt ist.

Abschlie├čend rief Udo Bergfeld allen Mitstreitern zu: ÔÇ×Wir wehren uns so lange, bis sie es begreifen, egal, ob wir aus dem Reinhardswald, Vogelsberg, Rh├Ân, Taunus, Westerwald, Spessart, Bergstra├če oder Odenwald kommen.ÔÇť

Peter Geisinger bedankte sich bei Udo Bergfeld und seinen Mitstreitern f├╝r den unerm├╝dlichen Einsatz gegen die Mensch, Tier und Natur verachtende Energiepolitik.

Bergfeld verwies auf die kommende 61.Donnerstagsdemo in Wald-Michelbach mit Ren├ę Rock, dem Vorsitzenden der FDP-Fraktion Hessen und Spitzenkandidat seiner Partei f├╝r die hessische Landtagswahl am 28.10.2018, sowie der Demo f├╝r eine vern├╝nftige Energiepolitik am Samstag, 22. September, um 14 Uhr vor der Staatskanzlei in Wiesbaden.