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Windkraft: ...gegebenenfalls VersorgungsausfÀlle?

ODENWALD. - Im E -Paper der Frankfurter Rundschau erschien am 1. Juli ein Artikel von Pitt von Bebenburg mit dem Titel: „Mehr und grĂ¶ĂŸere WindrĂ€der“.

Minister Tarek Al Wazir wird darin mit der Aussage zitiert „Eine drastische Erhöhung (der Anlagenzahl, Anm. d. Red.) sei nicht erforderlich, eine Steigerung auf 2.000 bis 2.600 Anlagen reiche aus. Das sei „aufgrund des technischen Fortschritts“ möglich – sprich, durch grĂ¶ĂŸere und effektivere Anlagen.“

Minister Al -Wazir geht davon aus, dass ein durchschnittliches Windrad dann fĂŒnf Megawatt liefert. Solche Anlagen befĂ€nden sich bereits im Genehmigungsverfahren.

„Schöne Aussichten: 2.000 bis 2.600 Anlagen mit Höhen jenseits von 250 Metern werden dieses Land bis zur Unkenntlichkeit und in den betroffenen Regionen bis zur Unbewohnbarkeit verĂ€ndern“, konstatiert Peter Geisinger, Vorsitzender der >Vernunftkraft Odenwald<.

Besonders abenteuerlich sei die BegrĂŒndung des Ministers, dies geschehe „...um die Stromversorgung zu sichern.“ Wie das bei null Wind und null Sonne, also der gefĂŒrchteten Dunkelflaute in den Wintermonaten, geschehen soll, erklĂ€re der Minister nicht im Einzelnen. „Vielleicht hilft da die neue Studie der Deutschen Energieagentur (DENA) weiter, die folgende bahnbrechende Fragestellung enthĂ€lt.

Zitat: Schließlich, so die Studie, kann man auch fragen: „Inwieweit ist Deutschland bereit, aus EffizienzgrĂŒnden seltene und extreme Wetterereignisse nicht mehr abzusichern, sondern gegebenenfalls VersorgungsausfĂ€lle in ĂŒberschaubarem Maß zu akzeptieren?“

...noch schönere Aussichten fĂŒr Deutschland also. Minister Al-Wazir sieht die Zukunft der erneuerbaren Energien dennoch rosig. Am 1. Januar 2018 hĂ€tten sie „erstmals nahezu 100 Prozent der Stromnachfrage decken“ können, berichtet er.

Ein Insider aus der Netzbetreiberbranche formuliert das etwas nĂŒchterner: „Die VariabilitĂ€t der deutschen Windstromproduktion ist um 70% grĂ¶ĂŸer als die Schwankungen der Augenzahlen beim WĂŒrfeln. WĂŒrden die deutschen ElektrizitĂ€tsversorger die Stromproduktion ihrer Kraftwerke tĂ€glich auswĂŒrfeln, wĂŒrde der Strom gleichmĂ€ĂŸiger fließen.“

Der Unterschied ist folgender: Der letztere Herr hat eine solide physikalisch/technische Ausbildung genossen und besitzt daher eine entsprechende Kompetenz. Die sei bei Minister Tarek Al Wazir nicht vorhanden. DafĂŒr besitze er 100% Kompetenz im Fachgebiet Ideologie.