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Vernunftkraft: Neues Schallmessverfahren fĂŒr Windindustrieanlagen in Kraft

ODENWALD. - „Die Bund/LĂ€nder-Arbeitsgemeinschaft fĂŒr Immissionen (LAI) hat Ende November ein neues Verfahren zur Berechnung der Schallemissionen an hohen Windanlagen in Kraft gesetzt. Ab sofort sind die Bezirksregierungen und die Unteren Emissionsschutzbehörden der Kreise gehalten, die neuen Schallschutzregeln zu berĂŒcksichtigen“, teilt der Verein Vernunftkraft Odenwald e.V. mit.

Die LAI-Richtlinien seien bereits im Sommer 2016 erlassen worden, dann aber durch immer neue ÜberprĂŒfungsantrĂ€ge der Windkraftlobby bis jetzt verzögert worden. Im Wesentlichen gehe es bei dem komplexen Berechnungsverfahren darum, dass die bisher zugunsten der Windanlagen angesetzten BodendĂ€mpfungswerte nicht mehr zur Anwendung kommen.

Bis zur Schaffung einer der Entwicklung angepassten DIN-Norm ziele die „Interimslösung“ darauf ab, diesen RegelungsrĂŒckstand im Interesse des Immissionsschutzes und der betroffenen BĂŒrger entsprechend zu ĂŒberbrĂŒcken. Experten gingen davon aus, dass sich diese Änderung in der GrĂ¶ĂŸenordnung von um 3 dB(A) höheren Schallwerten der Windanlagen bewegen werde.

„Damit sind natĂŒrlich auch die bisherigen Berechnungen und Genehmigungen der Schallbelastung von Anlagen, die unter den alten, nun ungĂŒltigen Kriterien der TA LĂ€rm bzw. der DIN ISO 9613-2 erstellt wurden, zu ĂŒberprĂŒfen und der Schutz der Wohnbebauung zu erhöhen. Die Frist fĂŒr einen Antrag auf ÜberprĂŒfung von Genehmigungen endet am 19. Februar 2018“, heißt es abschließend in der Vernunftkraft-Mitteilung.

FĂŒr nĂ€here Informationen zur Antragstellung beim zustĂ€ndigen RP besuchen Interessierte bitte die Webseite www.vernunftkraft-odenwald.de; dort finden sie auf der Homepage das „Merkblatt-Interimsverfahren-3“ zum Herunterladen.