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Windpark Stillf├╝ssel: Uhu gest├Ąrkt und lebenstauglich wieder in die Natur entlassen

In einer Wildvogel-Pflegestation in Kirchwald (Eifel) wurde der junge Uhu unter Artgenossen auf die Freiheit vorbereitet und...

...von Vera Krug ins Eiterbachtal zur├╝ckgebracht.

Kaum war die Transportkiste ge├Âffnet, machte er sich fluggs...

...auf den Weg in...

...Richtung des...

...rechtlich umstrittenen angrenzenden...

...Windparkgebiets Stillf├╝ssel, um dann...

... zun├Ąchst eine Rast zwischen den B├Ąumen zu machen.

Vera Krug (links), Dirk Bernd, Experte f├╝r Faunistik und Landschafts├Âkologie, sowie weitere BI-Mitstreiter sind gl├╝cklich ├╝ber die gelungene Uhu-Rettung. Fotos: Stephan H├Ârdt (6) / Vera Krug / mk-Presse (2)

B├╝rgerinitiativen hoffen auf zeitnahe Entscheidung eines anh├Ąngigen Eilantrags bei Gericht, damit Uhu und andere gesch├╝tzte Vogelarten hier weiter in Frieden leben k├Ânnen

WALD-MICHELBACH. - ÔÇ×Ich freue mich, dass er an seiner Geburtsst├Ątte jetzt gest├Ąrkt und lebenstauglich wieder ausgewildert werden konnte, und hoffe, dass er f├╝r viel Nachwuchs sorgt und alle seine Artgenossen ebenso wie alle anderen Vogelarten in unserer tollen Natur nicht den Tod durch Rotorbl├Ątter der Windr├Ąder erleiden m├╝ssen.ÔÇť

Vera Krug sprach aus, was sich alle ihre Mitstreiter, die um den Erhalt ÔÇ×eines wunderbaren NahrungshabitatsÔÇť f├╝r streng gesch├╝tzte Vogelarten im und rund um den geplanten Windpark Stillf├╝ssel bei Wald-Michelbach erhoffen. Zusammengekommen waren zahlreiche Mitglieder der B├╝rgerinitiativen (BI) >Gegenwind< Siedelsbrunn und Ulfenbachtal jetzt um einen Anfang Juni im Windparkgebiet Still├╝ssel gefundenen Junguhu wieder auszuwildern.

Der junge Nestfl├╝chtling wurde durch Fachleute zweier Falknereien aufgep├Ąppelt, ist inzwischen nahezu ausgewachsen, wurde in einer Wildvogel-Pflegestation auf die Freiheit vorbereitet und jetzt an seiner Geburtsst├Ątte wieder ausgewildert.

R├╝ckblende: Im Februar diesen Jahres wurde auf dem Wald-Michelbacher H├Âhenzug >Stillf├╝ssel< durch einen vermeintlichen Experten bekannterma├čen mehr oder weniger mutwillig ein Brutplatz zerst├Ârt, der h├Âchstwahrscheinlich von einem Uhu besetzt gewesen war.

Diesem im Fr├╝hjahr zerst├Ârten Bruthorst folgte am 04. Juni der Fund des Uhu-K├╝kens in unmittelbarer N├Ąhe zum rechtlich umstrittenen Windparkgebiet Stillf├╝ssel, das offenbar dort aus seinem Brutplatz geflohen oder vertrieben worden war.

Das Jungtier war zum Zeitpunkt seines Auffindens sehr geschw├Ącht und wurde zun├Ąchst von einer Falknerin drei Tage lang versorgt, ehe ein weiterer Falkner bis 4. August Aufzucht und Pflege des Tieres ├╝bernommen hatte.

Dann brachte Vera Krug den jungen Uhu in enger Abstimmung mit der staatlichen Vogelschutzwarte f├╝r Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zu einer Wildvogel-Pflegestation nach Kirchwald in der Eifel.

Dort lernte er in den vergangenen Wochen fliegen und jagen und wurde mit drei weiteren jungen Artgenossen gemeinsam intensiv auf die Freiheit vorbereitet. Zur klaren Identifikationsmoeglichkeit war der Odenw├Ąlder Uhu farblich markiert worden.

Jetzt konnte ÔÇ×unser UhuÔÇť wieder an seiner Geburtsst├Ątte im unmittelbar an den H├Âhenzug Stillf├╝ssel angrenzenden Eiterbachtal ausgesetzt werden. Und dort f├╝hlte er sich auch gleich wieder zuhause: Kaum hatte Vera Krug die Transportkiste ge├Âffnet, da schwang er sich vom Eiterbachtal aus auf in den nahen Wald Richtung Stillf├╝ssel.

Jetzt hoffen die Tiersch├╝tzerin und ihre zahlreichen Mitstreiter, ÔÇ×dass das aufgep├Ąppelte und lebenst├╝chtige Tier hier noch lange friedlich leben kann, und sein Leben nicht irgendwelchen Windindustrieanlagen unterordnen, oder durch diese gar sein Leben lassen mussÔÇť.

Mit dabei bei der Auswilderung im Eiterbachtal war auch Dirk Bernd vom gleichnamigen B├╝ro f├╝r Faunistik und Landschafts├Âkologie in Lindenfels. Der erfahrene Experte erl├Ąuterte, dass ein Uhu in der freien Natur eine Lebenserwartung bis zu 30 Jahre hat. Er sei in der Regel ein Standvogel, der sich nur unwesentlich von seinem Geburtsort entferne und sich immer wieder im Umkreis seines Brutplatzes ansiedele.

Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hoffen die Aktiven der beiden BI, dass das Verwaltungsgericht Darmstadt zeitnah ├╝ber den Eilantrag der Klage des Naturschutzvereins >Initiative Hoher Odenwald e.V.< ├╝ber die Rechtm├Ą├čigkeit der Baugenehmigung in dem von streng gesch├╝tzten Vogelarten bewohnten Gebiet Stillf├╝ssel entscheidet, ÔÇ×damit die Windkraft im Odenwald nicht zum Terror f├╝r Mensch und Natur mutiertÔÇť.