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Alt und neu gesellt sich gut

Gl├╝cklich ├╝ber das Ergebnis: Architektin Gesine St├Âcker (rechts) und Pfarrerin Xenia Mai freuen sich ├╝ber das Ergebnis der Rundumsanierung der G├╝ttersbacher Kirche. Foto: Bernhard Bergmann

G├╝ttersbacher Kirche ist nun au├čen wie innen komplett renoviert

G├ťTTERSBACH. - Eine mindestens 800 Jahre alte Kirche kann durchaus modern und zeitgem├Ą├č anmuten, ohne den Charme des Alten zu verlieren.

Dabei geht es freilich nicht um die Architektur, die nun einmal alt ist und das auch gerne zeigen soll. Vielmehr ist es die Atmosph├Ąre, und die wird in der G├╝ttersbacher Kirche nun nach der Innenrenovierung wesentlich bestimmt vom eleganten neuen Beleuchtungskonzept.

Klares Licht dringt auch durch die gr├Â├čtenteils aufgearbeiteten Fenster, und insgesamt ist der Raumeindruck aufgrund der gerade abgeschlossenen Arbeiten frisch und freundlich.

Technik und L├Ąuteanlage sind ebenfalls erneuert worden, alles wurde frisch gestrichen, zum Teil sogar neu verputzt. ÔÇô Die Orgel kann noch nicht wieder erklingen, sie muss, obwohl sie w├Ąhrend der Arbeiten gut verpackt war, noch gereinigt werden.

ÔÇ×Das wird, nicht zuletzt aus finanziellen Gr├╝nden, noch eine Weile dauernÔÇť, erkl├Ąren Pfarrerin Xenia Mai und Architektin Gesine St├Âcker (Michelstadt); voraussichtlich 2026 werde die Orgel wieder zu h├Âren sein. F├╝r Musik sorgt derweil ein Klavier im Kirchenraum.

Mit der Innenrenovierung ist nun zugleich auch die Gesamtsanierung des Gotteshauses abgeschlossen, denn vorangegangen war eine komplette Au├čenerneuerung einschlie├člich wichtiger Zimmerarbeiten im Dachstuhl des Kirchenschiffes und an der Traufe des Turms. Zudem wurde die Kirche neu eingedeckt und bekam einen frischen Au├čenanstrich.

Wenn eingangs von ÔÇ×mindestens 800 JahreÔÇť die Rede war, so bezieht sich dies auf die noch ausstehenden Untersuchungsergebnisse von Funden aus dem Mauerwerk.

Relikte mittelalterlichen Bergbaus, die hier vor einem Dreivierteljahr unter dem Putz zum Vorschein kamen, k├Ânnten dem nachgewiesenen Alter des Gotteshauses noch einige Jahre beif├╝gen. Der Turm ist ohnehin noch ├Ąlter, er wurde Ende des elften Jahrhunderts erstmalig erw├Ąhnt.

Insgesamt war die G├╝ttersbacher Kirche mehr als zweieinhalb Jahre lang geschlossen. Gottesdienste fanden, wenn es wegen Corona ├╝berhaupt m├Âglich war, in der Mossautalhalle in H├╝ttenthal sowie in der Schwesterkirche in Ober-Mossau statt.

Waren die beiden Kirchengemeinden zuvor bereits pfarramtlich verbunden, bilden sie seit diesem Jahr nun eine sogenannte Gesamtkirchengemeinde, sind also noch enger zusammenger├╝ckt.

Feierlich offiziell wiederbezogen wird die G├╝ttersbacher Kirche am Sonntag, 28. Januar, im Rahmen eines Gottesdienstes, der um 14 Uhr beginnt. Ein Empfang schlie├čt sich an. ÔÇ×Ein gro├čes Gemeindefest soll es dann voraussichtlich im Rahmen des Erntedankfestes im Herbst gebenÔÇť, k├╝ndigt Pfarrerin Mai an.

Alle Arbeiten der vergangenen vier Jahre an der Kirche kosten zusammen ├╝ber eine Million Euro. Den gr├Â├čeren Teil davon ├╝bernimmt die Landeskirche, aber die Kirchengemeinde hat rund 300.000 Euro selbst aufzubringen. Wer sie dabei unterst├╝tzen m├Âchte, kann dies mit einer Spende auf folgendes Konto tun: IBAN DE70 5086 3513 0006 0001 42, BIC GENODE51MIC.