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Kostenlose Menstruationsprodukte an Schulen

GR├ťNE stellen Anfrage zum Umsetzungsstand der vom Kreistag im Mai 2022 beschlossenen Ma├čnahme

ODENWLDKREIS. - Am 23. Mai 2022 wurde im Odenw├Ąlder Kreistag der Beschluss gefasst, ÔÇ×die kostenlose Bereitstellung von Menstruationshygieneprodukten in ├Âffentlichen Bildungseinrichtungen des Kreises grunds├Ątzlich zu gew├Ąhrleisten.ÔÇť

Er geht auf einen entsprechenden Antrag der Fraktionen von SPD, FDP und ├ťWG zur├╝ck, in dem die Koalition├Ąre feststellten, ÔÇ×dass fehlende Aufkl├Ąrung ├╝ber die eigene Menstruation sowie der fehlende Zugang zu Menstruationshygieneprodukten zur Einschr├Ąnkung der Grundrechte auf Bildung, Gesundheitsversorgung sowie Nichtdiskriminierung und Gleichstellung f├╝hren k├ÂnnenÔÇť.

Die GR├ťNE Kreistagsfraktion hat sich jetzt in einer schriftlichen Anfrage ├╝ber den Umsetzungsstand dieses Beschlusses erkundigt. Die letzte Information dar├╝ber sei vor gut einem Jahr erfolgt.

Am 17. Oktober 2022 habe Schuldezernent Oliver Grobeis auf m├╝ndliche Nachfrage aus der GR├ťNEN-Fraktion im Kreistag berichtet, dass die Mittel daf├╝r im Haushalt 2023 eingestellt w├╝rden.

Eine fl├Ąchendeckende Umsetzung l├Ąge noch nicht vor, sei jedoch ÔÇ×in ArbeitÔÇť. Daher wollen die GR├ťNEN nun wissen, an welchen Schulen die beschlossene Ma├čnahme bereits umgesetzt wurde und wo das Angebot bis dato noch nicht besteht.

ÔÇ×Immer mehr St├Ądte, Kommunen sowie andere EU-L├Ąnder haben in den zur├╝ckliegenden Jahren beschlossen, die Versorgung mit Periodenartikeln zu ├╝bernehmen, um im Bedarfsfall hygienische Produkte anbieten zu k├Ânnen.

Daher haben wir dem Antrag der Koalitionsfraktionen seinerzeit zugestimmt und w├╝nschen uns bei diesem wichtigen Thema mehr erkennbaren Umsetzungswillen.ÔÇť, so der Vorsitzende der GR├ťNEN im Kreistag, Dr. Jonas Sch├Ânefeld.

ÔÇ×Auch heute ist der offene Umgang mit dem Thema Menstruation noch keine Selbstverst├ĄndlichkeitÔÇť, schlie├čt seine Co- Vorsitzende, Elisabeth B├╝hler-Kowarsch an.

ÔÇ×Daher ist es wichtig und richtig, Menstruationsartikel als Produkte des Grundbedarfs anzusehen und sie in ├Âffentlichen Einrichtungen wie Schulen kostenfrei bereitzustellen.

Solche Ma├čnahmen wirken der Stigmatisierung von Menstruation entgegen, bieten hygienische M├Âglichkeiten und f├Ârdern die Normalit├ĄtÔÇť, so B├╝hler-Kowarsch abschlie├čend.

Aus diesen Gr├╝nden hatte auch die Landessch├╝lervertretung Hessen zuletzt im Sommer dieses Jahres kostenfreie Menstruationsartikel an allen Schulen im Land gefordert. Das Kultusministerium verwies in diesem Zusammenhang auf die Zust├Ąndigkeit von Kreisen und Kommunen.