NEWS

Wichtiges Instrument zur Sicherstellung bedarfsgerechter LeistungsgewÀhrung

Außendienst der Leistungsabteilung des Kommunalen Job-Centers Odenwaldkreis leistet wichtige Arbeit

ODENWALDKREIS / ERBACH. - Wenn die beiden Mitarbeiterinnen vom Außendienst der Leistungsabteilung des Kommunalen Job-Centers (KJC) bei ihrer Kundschaft vor der TĂŒr stehen, hat das oft ganz praktische GrĂŒnde.

In den meisten FĂ€llen sind sie nĂ€mlich im Odenwaldkreis unterwegs, um Sachverhalte schnell und unbĂŒrokratisch zu klĂ€ren und dadurch Entscheidungen ĂŒber eine LeistungsgewĂ€hrung zu beschleunigen – ganz im Interesse der Behörde und der Kundinnen und Kunden des KJC.

Bereits seit 2015 gehört der Außendienst LeistungsgewĂ€hrung zum Konzept des Kommunalen Job-Centers des Odenwaldkreises und hat sich durchaus bewĂ€hrt. Das spezielle Angebot trĂ€gt dazu bei, bedarfsgerechte LeistungsgewĂ€hrung zu fördern und gleichzeitig Leistungsmissbrauch zu minimieren.

Zwischen 2015 bis 2022 wurden im Durchschnitt jĂ€hrlich 700 Hausbesuche durchgefĂŒhrt und dabei rund 170 MissbrauchsfĂ€lle pro Jahr festgestellt. Auch 2023 kann mit Ă€hnlichen Zahlen gerechnet werden. So fanden bis einschließlich Oktober schon 625 Hausbesuche statt.

In den meisten FĂ€llen ging es dabei um PrĂŒfung der tatsĂ€chlichen Bedarfe fĂŒr Erstausstattungen. Aber auch mit der ÜberprĂŒfung, ob eine eheĂ€hnliche Gemeinschaft vorliegt oder welche tatsĂ€chlichen WohnverhĂ€ltnisse bestehen, wurde der Außendienst beauftragt. Dabei konnten im genannten Zeitraum bereits 151 MissbrauchsfĂ€lle aufgedeckt werden.

Welche FĂ€lle auf der Agenda des Außendiensts der Leistungsabteilung landen, ist ganz unterschiedlich und macht die Arbeit der Mitarbeiterinnen abwechslungsreich und spannend.

Das kann beispielsweise die PrĂŒfung vor Ort sein, wenn Wohnungsausstattung beantragt wurde oder die BedarfsprĂŒfung zur beantragten Erstlingsausstattung, wenn die Geburt eines Kindes ansteht. Mit geschultem Auge und gezielten Fragen lassen sich Sachverhalte oftmals schnell klĂ€ren.

Meistens sind die Mitarbeiterinnen vom KJC, auch wenn sie in der Regel unangekĂŒndigt kommen, gern gesehen und werden freundlich empfangen. Denn der Besuch bedeutet, dass sich die Behörde kĂŒmmert und voraussichtlich bald ĂŒber einen Antrag entschieden wird. Das wissen die Antragsstellenden zu schĂ€tzen.

Die beiden Mitarbeiterinnen kennen die Region und die Menschen gut. Meistens können sie bei ihren Besuchen Sachverhalte unkompliziert klĂ€ren. Aber auch mit wenig kooperativen BĂŒrgern wissen sie umzugehen.

„Mit der Zeit entwickelt man ein GespĂŒr dafĂŒr, wer wirklich hilfebedĂŒrftig ist und wer nicht ganz so ehrlich zu uns ist“, sagen sie. Ihnen gefĂ€llt, dass ihre TĂ€tigkeit sehr abwechslungsreich ist. „Außerdem tragen wird dazu bei, dass Leistungen auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden.“

Die beiden Kolleginnen sind ein eingespieltes Team. Ihre Außendienstroute planen sie selbstĂ€ndig. Im Schnitt zwischen sieben und zehn Termine stehen tĂ€glich auf ihrem Plan. Dabei decken sie den gesamten Odenwaldkreis ab.

Bei welchen Leistungsbeziehenden und Antragstellenden ein Hausbesuch durchgefĂŒhrt wird und um welchen Sachverhalt es hierbei geht, wird von den einzelnen Leistungssachbearbeitern und Leistungssachbearbeiterinnen beauftragt – und das keinesfalls wahllos.

Es liegen immer GrĂŒnde vor, die eine persönliche ÜberprĂŒfung rechtfertigen, mit dem Ziel tatsĂ€chliche Bedarfe zeitnah, unbĂŒrokratisch und persönlich festzustellen sowie MissbrĂ€uche prĂ€ventiv zu verhindern – ganz im Sinne aller Parteien.