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Windkraft Nein Danke! 25.000 EinsprĂŒche gegen den Regionalplan

Karikatur: © by Jeanne Kloepfer

Windkraftanlagen im Odenwald hĂ€tten selbst dem Raubacher Jakob Ihrig nicht gefallen, deshalb veröffentlicht er jetzt posthum regelmĂ€ĂŸig FACT-Checks in satirischer Form zur aktuellen Lage rund um die Windkraft und das Klima

ODENWALD / DARMSTADT. - Etwa 25.000 Eingaben erhielt das grĂŒn gefĂŒhrte DarmstĂ€dter RegierungsprĂ€sidium (RP) zum Teilplanentwurf „Erneuerbare Energien“. Es ist beachtlich, dass das RP diese Eingaben in einem Jahr bearbeiten will.

Gar so hyperspeditiv soll‘s aber wahrscheinlich auch nicht fertig werden, denn nĂ€chstes Jahr sind hessische Landtagswahlen und da dĂŒrfen um Himmels Willen keine Vorranggebiete fĂŒr Windindustrieanlagen in der heißen Phase des Wahlkampfs ausgewiesen werden.

Sonst wĂ€hlen die aufgebrachten WutbĂŒrger noch falsch und die Regierung unter Al Wazir ist futsch. Wo doch sein Volker immer so schön galant den Hessentag und diverse Seniorenresidenzen eröffnen konnte. Also wird man die Sache sicher etwas gemĂ€chlicher, sprich amtskonformer, angehen.

Was dabei herauskommt, ist tatsĂ€chlich ungewiss. Der Planentwurf des RP strotzt von handwerklichen Fehlern. Es wird daher schwer sein, all diese 25.000 Einwendungen so einfach vom Tisch zu wischen. Die grĂŒne RegierunsprĂ€sidentin Frau Lindscheidt wird hier sicher ihr Bestes geben.

Möglicherweise wird man aber nicht umhin können, einen neuen Planentwurf, d.h. eine dritte Offenlage zu machen. Falls nicht, ist sicher davon auszugehen, dass der Plan beklagt wird. Das dauert Jahre!

Bis dies alles geklĂ€rt ist, kann nach §35 Bundesbaugesetz ĂŒberall gebaut werden. Diese GesetzeslĂŒcke erlaubt es, im Außenbereich, also dort wo Bauen ansonsten generell verboten ist, gigantische Windindustrieparks zu errichten.

So lange es skrupellose Landbesitzer gibt, die ihre FlĂ€chen zur VerfĂŒgung stellen oder naive LandbĂŒrgermeister, die ihre Gemeinden in solche Projekte hineinreiten, wird dies auch weiterhin geschehen.

Um den ganzen Irrsinn noch zu toppen, haben sich die Gemeinden des Odenwaldkreises vor einigen Jahren sogar auf einen eigenen Plan mit VorrangflĂ€chen verstĂ€ndigt. Es ist bis heute nicht klar, was die BĂŒrgermeister damals geraucht hatten, als dieser Entschluss gefasst wurde.

Statt jetzt geschlossen gegen den Verspargelungswahn des grĂŒnen DarmstĂ€dter Öko RPs vorzugehen, versteckt man sich lieber geschmeidig, aber doch weitgehend hilflos hinter diesem selbst gebastelten Plan.

Gott sei Dank erwÀchst aber aus der Bevölkerung zunehmend Widerstand. Man ist nicht mehr bereit, sich von einer inkompetenten Verwaltung alles bieten zu lassen, sei es im Kreis, auf RP oder Landesebene.

In diesem Jahr gab es in SĂŒdhessen bereits 24 Demonstrationen gegen den Schwachsinn „Windkraftausbau“. Der Odenwald steht auf und das ist gut so!