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PrĂŒfung bestens bestanden: Geo-Naturpark-Region bleibt UNESCO Global eopark

Geopark-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Reinhard Diehl (rechts) ĂŒbergibt Landrat Frank Matiaske die Urkunde der UNESCO, die dem Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald das GĂŒtesiegel fĂŒr die nĂ€chsten vier Jahre verliehen hat.

Landrat Frank Matiaske und Geopark-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Reinhard Diehl (Mitte) im Kreis der BĂŒrgermeister der StĂ€dte und Gemeinden des Odenwaldkreises, die ebenfalls die UNESCO-Urkunde bekommen haben. Fotos: Stefan Toepfer / Kreisverwaltung

Landrat Frank Matiaske und die BĂŒrgermeister des Odenwaldkreises nehmen die Urkunden entgegen

ODENWALDKREIS. - Jetzt haben es Landrat Frank Matiaske und die BĂŒrgermeister der StĂ€dte und Gemeinden im Odenwaldkreis schriftlich: Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald mit seiner reichhaltigen Natur- und Kulturlandschaft, zu der auch der Landkreis gehört, darf das PrĂ€dikat „UNESCO Global Geopark“ bis Ende 2020 weiter fĂŒhren.

Das hat die Wissenschafts-, Bildungs- und Kulturorganisation der Vereinten Nationen nach einer intensiven PrĂŒfung entschieden. Reinhard Diehl, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Geo-Naturparks, ĂŒberreichte im Landratsamt in Erbach eine entsprechende Urkunde an Landrat Matiaske. „Die PrĂŒfer haben unseren Geo-Naturpark als einen der besten in Europa gewĂŒrdigt“, hob Diehl hervor.

Landrat Matiaske nahm die Bescheinigung in einer turnusmĂ€ĂŸigen Sitzung mit den BĂŒrgermeistern der Kreis-Kommunen entgegen. Auch fĂŒr die StĂ€dte und Gemeinden gab es Urkunden, die die BĂŒrgermeister aus den HĂ€nden des Landrats und des Geopark-GeschĂ€ftsfĂŒhrers entgegennahmen.

„Der Landkreis und die Kommunen sind unsere wichtigsten Partner. Ohne sie funktioniert unsere Arbeit nicht“, sagte Diehl. Er wies darauf hin, dass sich die Auszeichnung als UNESCO Global Geopark auch positiv auf den Tourismus in der Region auswirkt.

Landrat Matiaske, der zugleich stellvertretender Vorsitzender des Geoparks ist, bedankte sich bei dem GeschĂ€ftsfĂŒhrer und dessen Mitarbeitern fĂŒr ihren Einsatz: „Sie leisten Außergewöhnliches.“ Nicht zuletzt die erste PrĂŒfung durch die UNESCO sei gut vorbereitet und begleitet worden. „Das ist nicht selbstverstĂ€ndlich.“

Das PrĂ€dikat „Global Geopark“ hatte die UNESCO im November 2015 ins Leben gerufen. Danach folgte sofort die ÜberprĂŒfung durch zwei Gutachter – einen aus Japan und einen aus Kroatien. Diese hielten sich vier Tage in der Region auf, um festzustellen, ob das Geopark-Siegel weiter zu Recht getragen werden darf. Es steht auf einer Stufe mit dem Welterbe-Siegel, das diese Organisation ebenfalls vergibt. Die nĂ€chste PrĂŒfung steht in vier Jahren an.

Im Odenwaldkreis waren die Kontrolleure zu Gast in Erbach und in Reichelsheim. Dort informierten sie sich ĂŒber die örtlichen Geopark-AktivitĂ€ten, aber auch ĂŒber die Zusammenarbeit mit den Kommunen, mit Gastronomen und Direktvermarktern sowie ĂŒber die Themen Naturschutz und BiodiversitĂ€t. Diehl ist die Vernetzung vieler Akteure in der Geopark-Region ein zentrales Anliegen. Es gibt aber auch Kooperationen mit anderen LĂ€ndern. Weltweit gibt es 120 UNESCO-Geoparks, in Deutschland sind es sechs.

Der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald umfasst ein Gebiet von 3.500 Quadratkilometern. Zu dem Verbund gehören außer dem Odenwaldkreis und dem Kreis Bergstraße die Landkreise Neckar-Odenwald, Rhein-Neckar, Miltenberg, Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau sowie die StĂ€dte Darmstadt und Heidelberg. Besuchern werden zahlreiche Angebote gemacht.

Zum Beispiel gibt es spezielle Geopark-Pfade, die ĂŒber geologische und kulturgeschichtliche Besonderheiten informieren, Informationstafeln an etlichen „Geopunkten“, Informationszentren, umweltpĂ€dagogische Stationen und Radrouten. Außerdem halten Ranger und andere Geopark-vor-Ort-Begleiter ein reichhaltiges Angebot bereit, um den Geo-Naturpark zu erkunden.

Vier besondere Stationen bilden die „Eingangstore“ zu dem Park: das Welterbe Grube Messel im Norden, Neckarsteinach im SĂŒden, die „Schatzinsel KĂŒhkopf“ bei Stockstadt im Westen und die Tropfsteinhöhle Buchen-Eberstadt im Osten.