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Schließung der LandbĂ€ckerei: Erbacher ruft zu Besonnenheit und Dialog

ERBACH. - In einem Offenen Brief wendet sich der Erbacher Jens Falk wegen der aktuellen Ereignisse rund um die behördliche Schließung der von Alexander Knierim betriebenen >OdenwĂ€lder LandbĂ€ckerei< nebst der dazu gehörigen CafĂ©s an den BĂŒrgermeister der OdenwĂ€lder Kreisstadt Dr. Peter Traub. Gleichzeitig bittet er die Bevölkerung um Unterzeichnung seiner Petition.

Der Offene Brief hat folgenden Wortlaut:

> Sehr geehrter Herr Dr. Traub,

mit großer Sorge und Entsetzen habe ich den Beitrag von Mike Marklove vom 25. November im Hessischen Rundfunk gehört.

Der betroffene BĂ€cker, den Sie laut Bericht dort als „zur ReichsbĂŒrgerszene gehörend“ diffamieren, lebt mitten in unserer Gesellschaft. Er ist ein Unternehmer mit 40 Angestellten, fĂŒhrt regelkonform Steuern und Sozialabgaben ab und erfĂŒllt auch sonst alle gesetzlichen Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland.

Warum diffamieren Sie einen rechtschaffenen Unternehmer und BĂŒrger unserer Stadt?

Wir leben leider in einer Zeit, in der sich die Anzeichen mehren, dass gerade ein Putsch von oben stattfindet:

  • Verschweigen wichtiger Fakten

  • Verhinderung eines transparenten öffentlichen Diskurses

  • UnverhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit von Regierungsmaßnahmen

  • Abschaffung von Grundrechten

  • AusĂŒbung von Repression und Zwang

  • EinschĂŒchterung durch Strafandrohung

  • Mangel an unabhĂ€ngiger Berichterstattung und ausgeglichener Kommentierung

  • UnterdrĂŒckung unerwĂŒnschter Meinungen

  • Spaltung der Gesellschaft

  • Diffamierung, Ausgrenzung, Absonderung,

  • Förderung von Denunziantentum

  • Zunahme von PolizeiwillkĂŒr und -gewalt gegenĂŒber Kritiker der Covid-Gesetze

  • faktische Impfpflicht

  • Verpflichtung der Privatwirtschaft

  • grundgesetzwidrige Anordnungen durchzusetzen

  • Andersdenkende auszugrenzen, zu diffamieren und zu entlassen

Es mag sein, dass Sie diese diktatorischen Zeichen (noch) nicht sehen. Das mag an unseren unterschiedlichen Biographien liegen. Vielleicht ist es Ihnen auch (noch) nicht wichtig. Aber ich komme aus der Zukunft – ich komme aus der „DDR“. FĂŒr mich sind Menschenrechte, Grundrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein hohes Gut, das es zu verteidigen gilt. Entsetzt muss ich erleben, wie Teile davon innerhalb weniger Monate sorglos hinweggefegt oder faktisch außer Kraft gesetzt wurden.

Auch in Erbach habe ich sowohl bei der Schließung der Filialen des BĂ€ckers als auch am Abend bei der spontanen Demonstration zahlreicher Erbacher BĂŒrger WillkĂŒr und Übergriffigkeit, auch Ihrer Behördenmitarbeiter, erleben mĂŒssen. Zutiefst erschĂŒttert bin ich, weil ich bei den Maßnahmen der Ämter und der Landespolizei Verhalten beobachten musste, das ich zuletzt in meiner Jugend gesehen habe: den Genuss, Macht auszuĂŒben und zu erniedrigen.

Bisher habe ich Sie als offenen, bedachten und ausgleichenden BĂŒrgermeister wahrgenommen.

Ich möchte Sie freundlichst auffordern, die Diffamierung des BĂ€ckers zurĂŒckzunehmen und sich bei ihm zu entschuldigen. Ist diese im Beitrag getĂ€tigte Aussage nicht von Ihnen, bedarf es einer Richtigstellung Ihrerseits und seitens des Hessischen Rundfunks.

Ich möchte Sie ebenso eindringlich ersuchen, den Dialog mit den Erbacher Impfpflichtgegnern zu suchen und die HĂ€rte maßloser Regierungsentscheidungen durch kluges und umsichtiges Handeln abzumildern.

Zahlreiche BĂŒrger von Erbach sind betroffen von der Entwicklung in unserem Land und suchen nach Lösungen fĂŒr ein friedliches, gemeinsames, ausgleichendes und am Allgemeinwohl ausgerichtetes Zusammenleben, das heute schon den Blick auf morgen richtet.

Es darf keine Politik der verbrannten Erde geben. Die Krise kann nicht allein einem Virus angelastet werden. Sie ist durch einseitige Weichenstellungen der höchsten EntscheidungstrĂ€ger „oben“ zu einem erheblichen Teil menschengemacht.

Das sollte bei uns hier „unten“, wo man miteinander auch morgen zusammenlebt, nicht absolut und mit HĂ€rte umgesetzt, sondern abgemildert werden.

Deshalb plĂ€diere ich dafĂŒr, den Zusammenhalt zu stĂ€rken und jene Werte wie Menschlichkeit, Zusammenhalt und Freiheit zu leben, auf denen die Bundesrepublik Deutschland aufgebaut wurde und zĂ€hle auf Sie. <

Die Petition kann unterschrieben werden unter: www.wir-in-erbach.de