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Erbach: Sattelzug-Kontrolle mit Folgen

Manipulationen und versteckte Fahrerkarten: Erhebliche Bu├čgelder drohen

ERBACH. - Polizeibeamte von der s├╝dhessischen Verkehrsinspektion haben am gestrigen Mittwoch, 20. Oktober, einen nicht beladenen Sattelzug auf der Bundesstra├če B45 in Erbach kontrolliert.

Dabei zeigten sich bei der ├ťberpr├╝fung der Lenkzeiten im Abgleich mit der von ihm angegebenen Fahrstrecke Unstimmigkeiten. Laut Daten des digitalen Fahrtenschreibers war auf seiner Strecke zwischenzeitlich neben der Fahrerkarte des Kontrollierten eine fahrerfremde Karte dokumentiert.

Diese Fahrerkarte tauchte verd├Ąchtigerweise im Datensatz der Vortage immer dann auf, wenn die Lenk- /Ruhezeiten des Fahrers ausgereizt waren.

Bei der anschlie├čenden Durchsuchung seines Gef├Ąhrts und seiner Person stellten die Beamten die ÔÇ×fremdeÔÇť Fahrerkarte sicher, die mutma├člich versucht wurde vor den Ordnungsh├╝tern zu verstecken.

Die Auswertung der Fahrzeiten ergaben schlussendlich zahlreiche Verst├Â├če gegen die Sozialvorschriften, die ein Bu├čgeld im 5-stelligen Bereich nach sich ziehen werden.

Der digitale Datensatz zeigte zudem, dass eine weitere Fahrerkarte zwischenzeitlich eingebucht wurde, die jedoch offiziell als verloren angezeigt ist. Ob auch diese Karte bei einem anderen Fahrer illegal zum Einsatz kam m├╝ssen die weiteren Ermittlungen ergeben.

Doch dem nicht genug. Auch die ├ťberpr├╝fung des Sattelzuges f├Ârderte nichts Gutes zu Tage. So lag
offenbar mutwillige Manipulation der PS Leistung vor, die eine nicht zul├Ąssige Leistungssteigerung des Motors von ├╝ber 20 Prozent bewirkte.

Damit endete die Weiterfahrt. Der Sattelzug wurde in eine Fachwerkstatt gebracht und die Kennzeichen samt Zulassungsdokumente der Zulassungsstelle ├╝bergeben.

Die Anstrengung des Fahrers war deutlich erkennbar. W├Ąhrend der weiteren Ermittlungen schlief der Fahrzeugf├╝hrer ├╝ber seinem Lenkrad tief und fest ein. Das bewahrte ihn und seinen Unternehmer jedoch nicht davor Sicherheitsleistungen in H├Âhe von 5.000 beziehungsweise 7.500 Euro zu bezahlen.