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Carsten Stein wird Dekan des evangelischen Dekanats Odenwald

Carsten Stein (Mitte) wird im kommenden April das Amt des Dekans im Evangelischen Dekanat Odenwald antreten. Zu den ersten Gratulanten nach seiner Wahl zählten Dekan Dr. Karl-Heinz Schell (links) und Präses Egon Scheuermann (rechts). Foto: Bernhard Bergmann

LÜTZEL-WIEBELSBACH. - Die Synode des Evangelischen Dekanats Odenwald hat Pfarrer Carsten Stein (Bergkirchengemeinde Lützelbach) zum Nachfolger für Dekan Dr. Karl-Heinz Schell gewählt, der im Frühjahr nach einer Amtszeit in den Ruhestand gehen wird. Steins Dienstbeginn wird der 1. April sein.

Zuvor hatte der 51-Jährige sich als einziger Bewerber den Synodalen aus den Dekanatsgemeinden und den Gästen vorgestellt. Er sei gerne Pfarrer und das seit über 20 Jahren.

„Und ich bin ein Mensch wie andere auch – allerdings mit einem tiefen Gottvertrauen.“ Für ihn spreche aus seiner Sicht, dass er die Region gut kenne, „und durch meine Aus- und Fortbildungen fühle ich mich gut vorbereitet“.

Er habe nach wie vor Lust auf neue Wege und Gedanken, gerade auch angesichts künftiger Herausforderungen in der evangelischen Kirche. Als Dekan wolle er Ermöglicher sein, Netzwerker und manchmal auch Entscheider, so Stein.

Wichtig seien ihm außerdem Seelsorge, Verkündigung und diakonisches Handeln, und er wolle der „Stimme einer kleinen und eher ländlich geprägten Region Gehör verschaffen“.

Der Lützelbacher Bürgermeister Uwe Olt war ebenfalls bei der Synodaltagung zu Gast und fungierte zugleich als Gastgeber in der Fritz-Walter-Halle.

„Es ist natürlich auch ein Verlust, wenn ein gut angekommener und willensstarker Pfarrer dann geht“, sagte Olt mit Blick auf das Wirken des Geistlichen in seiner Gemeinde. Aber natürlich freue er sich auch über die Wahl Steins zum Dekan.

Die Starkenburger Pröpstin Karin Held verabschiedete sich in sehr persönlichen Worten von der Dekanatssynode, geht sie doch in gut zwei Monaten in den Ruhestand. Vor genau 23 Jahren hatte sie das Amt der Pröpstin für die Region in Südhessen übernommen, sagte sie in einem kleinen Rückblick.

„Es war eine segensreiche und erfüllte Zeit“, für die sich Held dankbar äußerte. Der Odenwald sei ihr ans Herz gewachsen. Sie erinnerte sich an „Neuschnee bei Würzberg, Wildwechsel bei Mossau – und ich weiß, wo die Blitzer stehen“.

Die Synodalen aus den 24 Dekanatskirchengemeinden zwischen Wald-Amorbach und Neckarsteinach verabschiedeten die scheidende Pröpstin mit einem langanhaltenden Applaus im Stehen, dem Präses Egon Scheuermann noch dankbare Worte an Karin Held folgen ließ.