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Landratskandidat Karsten Krug und BUND fĂŒr Tunnellösungen

Ute Glasemann, Rainer KĂŒhnel, Karsten Krug und Herwig Winter (von links nach rechts) beim Ortstermin im Weschnitztal. Foto: SPD Bergstrasse

Konsens zur Umfahrung der B 38 bei Rimbach und FĂŒrth beim gemeinsamen Ortstermin

RIMBACH / FÜRTH. - Auf Wunsch von Landratskandidat Karsten Krug trafen sich in dieser Woche Vertreter des BUND Bergstraße, darunter der Kreisvorstandssprecher Herwig Winter, mit ihm im Weschnitztal.

Thema war die WeiterfĂŒhrung der Ortsumfahrung der B 38 fĂŒr Rimbach und FĂŒrth. Bekanntlich herrscht seit wenigen Tagen Klarheit, dass die Ortsumfahrung Mörlenbach voraussichtlich bis 2026 gebaut sein wird.

In der Folge werden sich genau die Probleme, die bisher fĂŒr Mörlenbach durch die fehlende Ortsumgehung bestanden, auf Rimbach und FĂŒrth verlagern.

Diese Kommunen sind ohnehin schon ĂŒber das Maß von einer hohen Verkehrsbelastung betroffen. Es ist absehbar, dass sich diese Situation noch verschĂ€rfen wird.

Seit 2009 liegt fĂŒr die Umfahrung der Gemeinden FĂŒrth und Rimbach eine Machbarkeitsstudie vor. Auch im Bundesverkehrswegeplan gibt es dazu bereits konkrete AusfĂŒhrungen.

Die hierin dargestellten Varianten waren Grundlage fĂŒr das Treffen vor Ort. Hier konnten die Auswirkungen der nur geringfĂŒgig unterschiedlichen Varianten sowohl fĂŒr Umwelt und Natur als auch fĂŒr die Naherholung der Menschen erst richtig bewusst wahrgenommen und eingeschĂ€tzt werden.

Bereits in seiner Rede zur Nominierung als Landratskandidat am 23. Januar dieses Jahres machte Karsten Krug unmissverstÀndlich seine Haltung zu diesem Thema klar.

Die WeiterfĂŒhrung der Umfahrung der B 38 ab Mörlenbach ist fĂŒr ihn keine Frage des „Ob“, sondern eine Frage des „Wie“. Beim Ortstermin mit dem BUND bekrĂ€ftigte er diese Position.

„Bei der Festlegung der Variante sind die Belange fĂŒr Natur und Umwelt mit höchster PrioritĂ€t zu berĂŒcksichtigen.

Eines meiner Ziele ist es, die LebensverhĂ€ltnisse fĂŒr unsere BĂŒrgerinnen und BĂŒrger im Weschnitztal und auch darĂŒber hinaus mit einer FortfĂŒhrung der Umfahrung der B 38 zu verbessern, und dabei möglichst geringe Einschnitte in die Natur zuzulassen.“

Im Anschluss an den Ortstermin waren sich alle Teilnehmer einig. Die Wahrnehmung eines möglichen FlĂ€chenverbrauchs und der damit verbundenen Auswirkungen fĂŒhren zur einzig nachvollziehbaren Konsequenz: „Eine Umfahrung der B 38 fĂŒr FĂŒrth und Rimbach ist nur mit Tunnellösungen unter den Ortslagen zu realisieren!“

Ein erster Entwurf möglicher Tunnellösungen wurde beim Termin bereits besprochen. Karsten Krug sagte zu, sich mit seinen Möglichkeiten im Wahlkampf und vor allem danach als Landrat dafĂŒr einzusetzen, dass die Umfahrung Rimbach/FĂŒrth möglichst zĂŒgig nach Fertigstellung der Umfahrung Mörlenbach kommen wird.

Dies könne zur Entlastung der BĂŒrger, aber auch zur StĂ€rkung der gesamten Region Weschnitztal nur mit Tunnellösungen erfolgen.

Als wichtiges Zeichen fĂŒr die Ernsthaftigkeit und Durchsetzbarkeit dieser Trassenvariante sei es erforderlich, dass diesbezĂŒglich bald ein regionaler Konsens erzielt werde.

FĂŒr den BUND begrĂŒĂŸte Herwig Winter, dass die Belange von Natur und Umwelt schon sehr frĂŒh in diesem Entscheidungsprozess berĂŒcksichtigt werden sollen und bedankte sich hierfĂŒr bei Karsten Krug.

Er geht davon aus, dass Tunnellösungen einen allseits akzeptablen Kompromiss darstellen. „Mit Tunnellösungen kann ein weitreichender Konsens hergestellt werden, da eine massive Zerstörung der Landschaft im Westen von Rimbach und FĂŒrth vermieden wird.

Langfristig darf aber auch nicht außer Acht gelassen werden, dass sich die MobilitĂ€tsentwicklung in Zukunft verĂ€ndern wird. Es erscheint deshalb wĂŒnschenswert, fĂŒr das Weschnitztal und darĂŒber hinaus ein zukunftsfĂ€higes Konzept fĂŒr den Öffentlichen Personenverkehr zu entwickeln“, so Winter.

Zum Abschluss verweist Karsten Krug noch auf die erst Ende Januar in Mörlenbach von ihm als Umweltdezernent erstmals im Kreis ausgerichtete BiodiversitÀtskonferenz.

„Das Thema der Vermeidung des FlĂ€chenverbrauchs in unserer Region wurde hier zu Recht ehrlich, umfangreich, konstruktiv und emotional diskutiert.

Gerade in diesem Fall können wir beweisen, wie ernst es uns damit ist und bei der Umfahrung der B 38 fĂŒr FĂŒrth und Rimbach die vorgeschlagenen Tunnellösungen fordern.“

Zu dem Thema einer WeiterfĂŒhrung der Umfahrung der B 38 von Rimbach und FĂŒrth wird der Landratskandidat demnĂ€chst zu einem öffentlichen Termin ins Weschnitztal einladen. Dort sollen die verschiedenen Varianten vorgestellt werden.