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KĂŒnstler bringt viel Farbe in die Klinik

MOBUSHAR KAHN, ein KĂŒnstler, der Farben, Formen, FlĂ€chen und Linien, im Zusammenspiel in seinen Bildern wirken lĂ€sst. Zu sehen sind Werke aus seinem Kunstschaffen derzeit im Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim. Betitelt ist die Schau „Farben in Bewegung“. Foto: Thomas J. Zelinger / Kreiskrankenhaus Bergstraße

Kunst vor Ort: Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim zeigt noch bis 24. Februar Werke von Mobushar Khan + + + Abstrakte Malerei in Acryl und Öl auf zwei Etagen + + + Auch einige Skizzen sind zu sehen

KREIS BERGSTRASSE / HEPPENHEIM. - Aus einer Idee ist ĂŒber die Zeit eine feste Einrichtung geworden: Das Krankenhaus als Galerie, ein Projekt, das bestens funktioniert. Im Kreiskrankenhaus Bergstraße stellen immer wieder Kunstschaffende aus der Region aus.

GroßzĂŒgige WandflĂ€chen bieten ausreichend Platz zur PrĂ€sentation von Bildern, und fĂŒr viele KĂŒnstler sind die große Zahl und der stete Wechsel der Betrachter reizvoll. Aktuell sind in der zum UniversitĂ€tsklinikum Heidelberg gehörenden Einrichtung im SĂŒdwesten Heppenheims Bilder von Mobushar Khan zu sehen.

„Farben in Bewegung“, hat der in Bensheim lebende KĂŒnstler die Schau betitelt. Die zumeist abstrakten Werke werden noch bis zum 24. Februar im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss der Klinik gezeigt. Auch prĂ€sentiert Khan einige Skizzen.

Es ist das Spiel mit Farben und Formen, mit FlĂ€chen und Linien, das bei den nicht selten großformatig angelegten Bildern von Mobushar Khan, von vielen die ihn gut kennen kurz Mobi genannt, begeistert.

Die Farben sind oft hell leuchtend, verstĂ€rkt werden sie durch ein gekonntes Wechselspiel mit dunklen Tönen. Die Bilder entstammen Skizzen, die er ĂŒber die Jahre hinweg mit Bleistift fertigt, und die vor Ausstellungen zu Kunstwerken erwachsen.

Oft ist es Acryl auf Leinwand, mit dem der 1974 in Pakistan geboren und dort aufgewachsene KĂŒnstler arbeitet. Eine Fertigkeit, die er sich in Kursen angeeignet und womit er sein Kunstschaffen weiterentwickelt hat, das seine AnfĂ€nge in der Hinterglasmalerei hat.

Auch sind im Kreiskrankenhaus einige Ölbilder zu sehen. Nur selten tragen die Werke Namen wie „Gedanken“, „Paradies Vogel“ oder „FĂŒrstenlager“. Zumeist belĂ€sst es Mobushar Khan bei der Objektbeschreibung „Abstrakt“, was Betrachtern die Tore zu eigenen Gedankenwelten öffnet.

Mobushar Khan hatte in Pakistan einst ein Medizinstudium begonnen. Im Jahr 1996 kam er nach Deutschland, nach Bensheim. BeschÀftigt ist der Vater zweier Kinder beim Catering-Unternehmen der Lufthansa. Gemalt wird in der Freizeit.

Über die Jahre hinweg hat er seine Bilder bei verschiedenen Ausstellungen regional und ĂŒberregional prĂ€sentiert. Es war seine Mutter, eine anerkannte KĂŒnstlerin, als solche Autodidaktin, die ihn zum Kunstschaffen inspiriert hat.

Von ihr hat er vieles gelernt und außer in besagten Kursen sich vieles selbst beigebracht. Jenseits der abstrakten Malerei schĂ€tzt er figĂŒrliche Motive. Auch hier bringt er immer wieder Farben und Formen mit in die Werke. Bevor er zu Acryl als Ausdrucksmittel fand, arbeitete er, wie im Krankenhaus zu sehen, schon mit Öl.

Er bedient sich aber auch Aquarell- und Bleistifttechniken. Es sind, so sagt er, vielfach alte Geschichten aus der Kultur seiner Heimat, die er wiedergibt. Außer der Malerei hat er das Arbeiten mit Speckstein und Gips als kĂŒnstlerische Ausdrucksformen fĂŒr sich entdeckt. Und nicht nur das: Er fotografiert zudem und schreibt Gedichte, absehbar soll sein erstes Buch erscheinen.

Mit der Ausstellung im Kreiskrankenhaus Bergstraße reiht sich Mobushar Khan bei zahlreichen KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstlern ein, die dort in Einzelausstellungen und Gemeinschaftsschauen Einblick in ihr Kunstschaffen gegeben haben.

Die Bilder, das die Idee, sollen Patienten, Besucher und Mitarbeiter einladen, im Augenblick des Betrachtens innezuhalten, zu verweilen, und fĂŒr den Moment den Alltag auszublenden, zu entspannen. Auch SpaziergĂ€nger, die im benachbarten Naherholungsgebiet Bruchsee unterwegs sind, können einen Abstecher ins Haus machen, um sich wie jetzt wieder die Kunstwerke anzuschauen.

Das Kreiskrankenhaus im Internet: www.kkh-bergstrasse.de