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„Ich kenne die Probleme und Nöten der Menschen“

Christiane Hennrich geht als unabhängige Kandidatin ins Rennen um den Bürgermeister-Posten ihrer Heimatgemeinde Wald-Michelbach

WALD MICHELBACH. - Mit „Transparenz und Verlässlichkeit“ will Christiane Hennrich in die Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Wald-Michelbach gehen. Die 46-jährige Kreistags- und Gemeindeparlamentarierin ist seit 32 Jahren in der Überwald-Gemeinde fest verwurzelt.

„Ich nenne die Probleme und Nöten der Menschen beim Namen“, macht sie deutlich, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. „Man muss wissen, wo es brennt und darf die Interessen der Bevölkerung zu keiner Zeit aus dem Auge verlieren“, betont Hennrich.

In verschiedenen Bereichen der regionalen Politik und darĂĽber hinaus sammelte Hennrich bereits entsprechende Erfahrungen. Sie brachte sich in den unterschiedlichsten Feldern wie Bildungs-, Verkehrs- und Gesundheitspolitik sowie anderen kommunalpolitischen Themen engagiert und konsequent ein.

„Seit Jahren gehe ich mit Elan die regionalen Schwerpunktthemen an“, hebt die Kandidatin hervor. „Gerade durch die Oppositionsarbeit lernt man für seine Überzeugungen zu kämpfen“, sagt die Kreistagsabgeordnete.

Hennrich betont, bei der Wahl am 12. März in Wald-Michelbach als unabhängige Bürgermeisterkandidatin anzutreten. „Die Politik, die ich vertrete, hat mit Werten und Zielen zu tun.“ Ein Bürgermeister habe die Aufgabe, „die Gemeinde nicht für, sondern mit den Menschen zu gestalten“, beschreibt sie ihre Sicht auf das Amt.

Es brauche auch die Fähigkeit zur Kritik, zum ruhig und konzentriert Bleiben, „wenn es stressig wird und Konflikte gibt“. Außerdem müsse ein Rathauschef Dinge auf den Punkt bringen – mit dem nötigen Feingefühl.

„Windkraft ist im Odenwald und in Wald-Michelbach ein polarisierendes Thema“, weiß die Kandidatin. Genau wie die Gesundheitsversorgung bewege es die Gemüter der Bürger. „Das Schlimme an der aktuellen Situation ist, dass Kommunalpolitiker, Windkraftbefürworter und Gegner längst mehr übereinander als miteinander reden“, bedauert Hennrich. „Die Fronten scheinen verhärtet.“

Und genau hier werde sie als Bürgermeisterin ansetzen. Es gelte die Bedenken der Bürger zwingend ernst zu nehmen, „Ignoranz ist völlig fehl am Platz.“ Gerade für Themen, die der Bevölkerung unter den Nägeln brennen, sei es im Sinne einer positiven Entwicklung einer Gemeinde wichtig, eine Bürgerbeteiligungssatzung ins Leben zu rufen.

So würden Einwohner zukünftig konkreter bei Planungen eingebunden. „Ideen und Anregungen werden aufgenommen und in gemeinsamen Projekten umgesetzt“, macht die Kandidatin deutlich.

Für Familien nebst älteren Angehörigen sei die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum ein Problem, nennt Hennrich ein weiteres drängendes Thema im Überwald. Der mangelhafte Ausbau des ÖPNV und der dürftige Anschluss an die Metropolregionen spielten mit hinein.

„Was wir brauchen, ist der Ausbau der Gesundheitsversorgung vor Ort“, fordert sie. „Nur ein medizinisches Versorgungszentrum für die Odenwald-Region ist mir zu wenig.“

Medizinische Versorgungszentren müssten sich in ihrer Anzahl am Bedarf orientieren, so Hennrich. Kreispolitisch sei es sogar erforderlich, „ein Odenwälder Krankenhaus (OWK) mit Fachärzten in Angriff zu nehmen“.

FĂĽr Wald-Michelbach gelte es, die Wiederansiedlung von Frauen- und Kinderarzt auf den Weg zu bringen. Beide waren in der Gemeinde vertreten. Jedoch seien die Praxen nach SchlieĂźung aus AltersgrĂĽnden nie wieder neu besetzt worden.

Die Arztsitze wieder genehmigt zu bekommen, sei kein leichtes Unterfangen – „was mich jedoch nicht davon abhält, dies gemeinsam mit den Bürgern einzufordern“, betont sie. Eine interkommunale Zusammenarbeit könne diesbezüglich von Vorteil sein. Die Probleme in den Nachbargemeinden seien schließlich ähnlich.

Bedingt durch ihr langjähriges Engagement als Elternbeirätin und dem unermüdlichen Einsatz zum Wohle von Schülern und Eltern, hat die Mutter von zwei Söhnen den Weg zur Bildungspolitik gefunden. Mit dem Zertifikat zur Elternbegleiterin habe sie Qualifikation erhalten, Familien bei den Werdegängen ihrer Kinder zu unterstützen, erläutert Christiane Hennrich. „Denn Bildungspolitik ist auch Sozialpolitik.“

Aus beruflichen Gründen hatte sie schon immer mit Menschen zu tun. „Eine bessere Lebensschule gibt es nicht“, weiß die 46-Jährige. „Hier lernt man die Sorgen und Nöte aus erster Hand kennen.“ Es geht ihr darum, als Bürgermeisterin verlässliche Politik zu machen, die sich am Gemeinwohl aller Bürger ausrichte, so Hennrich abschließend.

Zur Person: Christiane Hennrich

Christiane Hennrich, 46 Jahre alt, lebt seit 32 Jahren in der Großgemeinde Wald-Michelbach. Sie ist verheiratet mit dem BfW-Gemeindeparlamentarier und Vorsitzenden des DGB Überwald, Dirk Hennrich. Beide haben zwei erwachsene Söhne im Alter von 19 und 17 Jahren.

Nach ihrer Fachhochschulreife ist Hennrich derzeit zertifizierte Elternbegleiterin und arbeitet in der Seniorenbetreuung. Ihre Interessensgebiete sind allgemeines Kommunalrecht, Haushalt und Finanzen, öffentliches Baurecht.

Ehrenamtlich ist sie als Kreistagsabgeordnete und Gemeindevertreterin tätig, ist Mitglied der Gewerkschaft Verdi und war zehn Jahre Elternbeirätin.

Sie arbeitete an den Petitionen „Gegen überfüllte Klassenzimmer“ und „G9 jetzt fürs Überwald-Gymnasium“ mit, war 2013 Mitinitiatorin und Teilnehmerin an der Landespressekonferenz im Hessischen Landtag zu „G9 auch für die jetzigen 5. und 6. Klassen/Eltern klagen gegen das Land Hessen“, und Mitinitiatorin des ProG9-Volksbegehrens.

In diversen Publikationen beschäftigte sie sich unter anderem mit den Themen „Wenn Eltern Billigbildung den Kampf ansagen“, „Die Odenwald-Lüge in der Odenwaldhölle“ (2014) oder „Das falsche Verständnis von Sofortmaßnahmen und was wirklich notwendig ist“ (2016).