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Umsetzung des neuen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes im Kreis Bergstra├če

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der von dem Gesetz betroffenen Stellen folgen interessiert den Ausf├╝hrungen von (am Tisch, von links nach rechts) Susanne N├Âcker vom Sozialministerium, der Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz und Constantin von Gatterburg, Fachbereichsleiter Sozialpsychiatrischer Dienst beim Gesundheitsamt.

Vertreter betroffener Stellen informieren sich ├╝ber Neuerungen bei der Auftaktveranstaltung

KREIS BERGSTRASSE. - ├ťber 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ordnungs├Ąmter, der Polizei, der Vitos-Klinik, des Gesundheitsamtes und der psychosozialen Dienstleister im Kreis Bergstra├če trafen sich im Landratsamt, um die neuen Regelungen und die Umsetzung des Psychisch-Kranken-Gesetzes zu besprechen.

Dieses Gesetz, dessen Neufassung im August in Kraft getreten ist, regelt die Unterbringung von psychisch kranken Menschen bei akuter Selbst- oder Fremdgef├Ąhrdung.

ÔÇ×Die breite Beteiligung an der Veranstaltung zeigt das gro├če Interesse und den Bedarf, sich ├╝ber die Modalit├Ąten und Regelungen auszutauschenÔÇť, stellte die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz bei der Begr├╝├čung fest.

Susanne N├Âcker vom Hessischen Ministerium f├╝r Soziales stellte die Eckpunkte des Gesetzes vor, welches die bisherige Regelung aus dem Jahr 1952 nunmehr abl├Âst. Das Anbieten und die Vermittlung von Hilfe, sowie die Vermeidung von Zwangsma├čnahmen stehen im Vordergrund des Gesetzes.

Dazu sollen der Sozialpsychiatrische Dienst besser ausgestattet, die Patientenrechte gest├Ąrkt und die eventuell erforderliche Aufnahme in der Klinik wegen Selbst- oder Fremdgef├Ąhrdung regelhaft durch einen Klinikarzt ├╝berpr├╝ft werden.

Das Land stellt den Gesundheits├Ąmtern finanzielle Mittel zur Verf├╝gung und die aufnehmenden Klinik├Ąrzte werden durch das Ministerium pers├Ânlich bestellt. Durch eine genaue Dokumentation soll ein ├ťberblick ├╝ber die Anzahl und die Durchf├╝hrung von Zwangsma├čnahmen erfolgen, damit ├╝ber M├Âglichkeiten weiterer Hilfen gesprochen werden kann.

Im Kreis Bergstra├če haben sich die Polizeikr├Ąfte schon fr├╝hzeitig auf das neue Verfahren eingestellt und auch die Vitos-Klinik hat sich auf die Aufnahmesituation vorbereitet, so dass die bislang erforderlichen Aufnahmen ohne gro├če Probleme erfolgen konnten.

Bei dem Austausch wurden auch verschiedene verfahrensrechtliche Themen behandelt. Frau N├Âcker betonte, dass das Gesetz als ein ÔÇ×lernendes GesetzÔÇť zu sehen sei- in f├╝nf Jahren soll eine ├ťberpr├╝fung und gegebenenfalls Korrektur erfolgen. Auch die Amtsgerichte haben sich auf die neuen Verfahrensweisen und Formalit├Ąten eingestellt.

ÔÇ×Ich freue mich sehr, dass die Zusammenarbeit der Institutionen im Kreis Bergstra├če so unkompliziert und kooperativ funktioniert. Dies ist letztendlich im Interesse der betroffenen Patientinnen und PatientenÔÇť, so die Erste Kreisbeigeordnete Stolz zum Abschluss der Veranstaltung.