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Ein kleiner Piks gegen Krebs: HPV-Impftag an Schillerschule B√ľrstadt

Die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz (Mitte), die B√ľrst√§dter B√ľrgermeisterin Barbara Schader (rechts), der Pr√§sident des Vereins Gesundheitsnetz Rhein-Neckar e.V., Dr. Claus K√∂ster (3. von links), Dr. Nobila Ou√©draogo vom Deutschen Krebsforschungszentrum (links daneben), Schulleiter Torsten Wiechmann (links), die Fach√§rztin f√ľr Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Daniela Klee (3. von rechts), und die Fach√§rztin f√ľr Gyn√§kologie und Geburtshilfe, Dr. Inka Scheer, (rechts daneben) mit einigen Sch√ľlerinnen und Sch√ľlern der 4. Klasse beim HPV-Impfaktionstag an der Schillerschule B√ľrstadt. Foto: Pressedienst Bergstra√üe

40 Jungen und Mädchen gegen Humane Papillomviren geimpft + + + Aktionstag Teil des freiwilligen HPV-Schulimpfprogramms

BERGSTRASSE / BÜRSTADT. - Jedes Jahr sterben in Deutschland laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) etwa 3.500 Menschen an Krebserkrankungen, die durch sogenannte Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst werden.

Die Viren sind f√ľr bis zu 90 Prozent aller F√§lle von Geb√§rmutterhalskrebs verantwortlich und k√∂nnen zudem weitere Krebsarten im Intimbereich oder im Mund-Rachen-Raum bedingen. Da sie nachweislich die Entstehung von Tumoren reduzieren kann, empfiehlt die St√§ndige Impfkommission (STIKO) M√§dchen und Jungen ab neun Jahren eine HPV-Schutzimpfung.

Um im Rahmen eines Aktionstages auf die Viren und ihre Risiken sowie die M√∂glichkeit zur Impfung breitfl√§chig aufmerksam zu machen, hat der Kreis gemeinsam mit der Initiative Pr√§vention des Gesundheitsnetzes Rhein-Neckar e.V. und weiteren Partnern bereits 2015 ein Schulimpfprogramm ins Leben gerufen. Seit Einf√ľhrung des Projektes haben bereits 23 Schulen einen HPV-Impfaktionstag ausgerichtet, vor Kurzem auch die Schillerschule B√ľrstadt.

‚ÄěEs ist sehr wichtig, dass wir mit unserem Programm direkt an die Schulen treten, um dort die Eltern zu informieren. Denn viele kennen weder die Gefahren, die mit einer HPV-Erkrankung einhergehen k√∂nnen, noch die M√∂glichkeit zu einer Schutzimpfung.

Insbesondere bei Jungen, die ebenfalls seit 2018 geimpft werden k√∂nnen‚Äú, so die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz. ‚ÄěDeswegen bedanke ich mich bei allen Beteiligten f√ľr ihr gro√üartiges Engagement.‚Äú

Insgesamt haben sich 40 Sch√ľlerinnen und Sch√ľler der 4. Jahrgangsstufe von der Fach√§rztin f√ľr Kinder- und Jugendmedizin Dr. Daniela Klee und der Fach√§rztin f√ľr Gyn√§kologie und Geburtshilfe Dr. Inka Scheer bei dem Aktionstag impfen lassen.

Im Rahmen eines Infoabends wurden zudem die Erziehungsberechtigten vorab von den √Ąrztinnen und dem Schulleiter Torsten Wiechmann umfassend √ľber das Thema informiert.

Bei der HPV-Impfung handelt es sich um einen klassischen Impfstoff, der Antikörper erzeugt und als sicher sowie gut verträglich gilt. Im Alter von neun bis einschließlich 17 Jahren wird die Impfung von der Krankenversicherung bezahlt. Jungen und Mädchen unter 14 Jahren benötigen zwei, ab 14 Jahren drei Impfdosen.

Zum Schulimpfprogramm:

Der, inzwischen verstorbene, Botschafter der Bergstraße, Prof. Dr. Harald zur Hausen entdeckte 1976 den Zusammenhang zwischen Humanen Papillomviren und der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs.

Auf Grundlage seiner Forschung wurde 2007 die HPV-Impfung zugelassen. Um die Impfraten in der Rhein-Neckar-Region zu steigern, wurde das Modellprojekt ‚ÄěFreiwillige HPV-Schulimpfung‚Äú 2015 von insgesamt 14 Partnern ins Leben gerufen.

In Zusammenarbeit mit ortsans√§ssigen Kinder- und Jugend√§rztinnen und -√§rzten sowie Haus- und Frauen√§rztinnen und -√§rzten werden an Grundschulen freiwillige Impftage f√ľr M√§dchen und Jungen der vierten Klasse angeboten. Im Rahmen eines Informationsabends werden die Eltern im Vorfeld umfassend √ľber die Impfung und den Ablauf des Tages informiert.