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ÔÇ×F├╝rther Windr├Ąder ein echter ErfolgÔÇť

Landrat Christian Engelhardt (2. von rechts) und Corinna Simeth (rechts) vom Kreis Bergstra├če informierten sich bei B├╝rgermeister Volker Oehlenschl├Ąger sowie J├╝rgen Heum├╝ller und Anabel He├č vom Forstamt Lampertheim (von links) ├╝ber den Windpark Kahlberg zwischen F├╝rth und Grasellenbach.

Landrat Christian Engelhardt (rechts) informierte sich bei B├╝rgermeister Volker Oehlenschl├Ąger (links) ├╝ber die Effizienz der Windr├Ąder am Kahlberg. Fotos: Pressedienst Bergstra├če

Landrat Engelhardt tauschte sich mit B├╝rgermeister Oehlenschl├Ąger zu Windkraft im Weschnitztal aus

BERGSTRASSE / F├ťRTH. - Die Energiewende und der damit einhergehende Ausbau der erneuerbaren Energien sind zentrale Themen unserer Zeit.

Durch immer mehr elektronische Ger├Ąte in den Haushalten sowie die fortschreitende Elektrifizierung im Verkehrssektor durch E-Autos oder im W├Ąrmesektor durch W├Ąrmepumpen wird stetig mehr Strom ben├Âtigt ÔÇô und das idealerweise aus erneuerbaren Energiequellen.

Eine M├Âglichkeit, mehr ÔÇ×gr├╝nenÔÇť Strom zu erhalten, ist der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen. Allerdings zeigt ein Blick ins Solarkataster Hessen, dass die Dachfl├Ąchen im Kreis Bergstra├če nicht ausreichen werden, um den regionalen Strombedarf zu decken.

Eine weitere M├Âglichkeit stellt die Windkraft dar, denn Windkraftanlagen sind rund zehnmal so ertragreich wie Freifl├Ąchen-PV-Anlagen auf derselben Grundfl├Ąche.

Auf dem Gebiet des Kreises Bergstra├če gibt es derzeit 16 Windr├Ąder, f├╝nf davon stehen im Windpark Kahlberg zwischen F├╝rth und Grasellenbach.

Diesen besuchte Landrat Christian Engelhardt vor Kurzem und informierte sich bei F├╝rths B├╝rgermeister Volker Oehlenschl├Ąger ├╝ber den Windpark.

ÔÇ×Der Windpark hier zwischen F├╝rth und Grasellenbach ist ein echtes Vorzeigeprojekt. Nicht nur, weil hier richtig viel Strom erzeugt wird, sondern auch, weil die Kommunen die B├╝rgerinnen und B├╝rger vor der Errichtung mit ins Boot geholt haben und die Mehrheit f├╝r den kleinen Windpark begeistern konntenÔÇť, betonte Landrat Engelhardt vor Ort.

B├╝rgermeister Oehlenschl├Ąger berichtete, dass einige Menschen den Windpark sogar als Touristenmagneten sehen. Seine Lage direkt am Nibelungensteig sei mit daf├╝r verantwortlich.

Die Windkraftanlagen seien aber auch im Hinblick auf die Energiewende ein Erfolgsprojekt. Mit einer installierten Gesamtleistung von 16,5 Megawatt (MW) produzieren die f├╝nf Windr├Ąder etwa 45 Gigawattstunden (GWh) Strom.

Damit k├Ânnten rund 11.250 Vier-Personen-Haushalte mit einem Durchschnittsverbrauch von etwa 4.000 Kilowattstunden (KWh) f├╝r ein ganzes Jahr versorgt werden.

Auf die beiden Weschnitztaler Kommunen F├╝rth und Grasellenbach umgelegt bedeute das, dass die drei Windr├Ąder auf F├╝rther Gemarkung die Energieversorgung des Ortes zu 188 Prozent decken w├╝rden.

Die zwei Anlagen auf Grasellenbacher Gemarkung deckten die Energieversorgung von Grasellenbach sogar zu 245 Prozent. Und das obwohl die Windr├Ąder auch bei Wind manchmal stillstehen m├╝ssten - etwa, wenn bereits zu viel Energie im Stromnetz ist, um eine ├ťberlastung zu verhindern, oder um Flederm├Ąuse zu sch├╝tzen.

Abgesehen von dem hohen Stromertrag w├╝rden die Windr├Ąder den Kommunen zudem Pachteinnahmen und eine Umsatzbeteiligung bringen.

B├╝rgermeister Oehlenschl├Ąger berichtete, dass w├Ąhrend die Windr├Ąder errichtet wurden, die Projektverantwortlichen viele Ma├čnahmen umgesetzt h├Ątten, um die Natur zu sch├╝tzen. So habe es am Kahlberg keinerlei Wasserverschmutzung und auch kein Vogelschlag gegeben, wie von Natursch├╝tzern oft bef├╝rchtet.