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Medizin vor Ort: Die erste Bilanz fällt positiv aus

PROFESSOR DR. FRIEDRICH KALLINOWSKI: Seit einem Jahr ist er Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim. Die Aufnahme zeigt ihn bei einem seiner Patientenforen. Foto: Kreiskrankenhaus Bergstraße (KKB) / Thomas J. Zelinger

PROFESSOR DR. FRIEDRICH KALLINOWSKI: Seit einem Jahr ist er Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim. Jetzt hat er eine erste Bilanz gezogen. Foto: Kreiskrankenhaus Bergstraße (KKB) / Medienzentrum Heidelberg

KREIS BERGSTRASSE. - Hamburg-Heppenheim - vor einem Jahr ist Professor Dr. Friedrich Kallinowski aus dem Norden Deutschlands nach S√ľdhessen gekommen. Vom Asklepios-Klinikum Hamburg-Harburg wechselte der Mediziner an das Kreiskrankenhaus Bergstra√üe nach Heppenheim.

Dort hat er als Chefarzt die Verantwortung f√ľr die Allgemein- und Viszeralchirurgie √ľbernommen, schnell ist er f√ľr viele zu einem bekannten Gesicht des Hauses geworden. Die Frage, die sich nach einem Jahr stellt: Wie sieht der heute 57-j√§hrige, der schon mit 29 Jahren an der medizinischen Fakult√§t der Harvard Medical School in der Strahlentherapieforschung arbeitete, das Kreiskrankenhaus heute?

Schlie√ülich ist der Chefarzt in einer Zeit des Umbruchs an die Heppenheimer Einrichtung gekommen, in der die jetzt begonnene Generalsanierung den Beginn einer neuen √Ąra markiert.

Enge Zusammenarbeit

Das Kreiskrankenhaus sieht der Chefarzt auf gutem Weg, den gelte es konsequent fortzusetzen. R√ľckenwind gibt dabei die allenthalben zu sp√ľrende Aufbruchsstimmung. Der Mediziner wei√ü sich in dieser Betrachtung in √úbereinstimmung mit seinen Chefarztkollegen im Haus.

Mit der Übernahme durch das Universitätsklinikum Heidelberg, das Professor Dr. Kallinowski seit langem aus enger Zusammenarbeit gut kennt, seien vor vier Jahren wichtige Weichen gestellt worden. Dazu gehört auch, dass die Chirurgie in Heppenheim im Schulterschluss mit der Chirurgie des Uniklinikums arbeitet.

Hierf√ľr stehen die organisatorischen Strukturen sowie ein reger fachlicher Austausch. Das Heppenheimer Haus nennt Professor Dr. Kallinowski gerne das ‚Äěeinzige universit√§re Kreiskrankenhaus in der Bundesrepublik‚Äú, womit er das hohe Leistungsniveau vor Ort beschreibt und gleichzeitig die direkten Wege zwischen Heppenheim und Heidelberg in den Fokus r√ľckt.

Professor Dr. Kallinowski zeigt sich √ľberzeugt, dass die Zugeh√∂rigkeit des Kreiskrankenhauses zum Uniklinikum eine nachhaltig St√§rkung des Standorts bedeutet. Ausdruck dessen ist auch die Investition von 50 Millionen Euro zur Erneuerung des kompletten Geb√§udekomplexes bis zum Jahr 2020.

F√ľr das aktuelle Leistungsniveau in Heppenheim st√ľnden nicht zuletzt Auszeichnungen bei Klinikbewertungen und Zertifizierungen. So ist beispielswiese in diesem Jahr die Chirurgie von der AOK Hessen aufgrund einer umfassenden Erhebung f√ľr ihre √ľberdurchschnittliche Qualit√§t in der Behandlung von Blinddarmentfernungen (Appendektomie) ausgezeichnet worden.

Eine Bewertung, die zeitgleich die Orthop√§die f√ľr die Therapie von Patienten mit H√ľftarthrose (Coxarthrose) erhielt. Auch wurde der Allgemein- und Viszeralchirurgie neuerlich die Anerkennung als zertifiziertes Hernien-Zentrum zugesprochen, nun unter Leitung von Professor Dr. Kallinowski. Der setzt damit die Arbeit seiner Vorg√§nger fort, bringt zugleich aber die Expertise aus seinem eigenen wissenschaftlichen Arbeiten mit ein.

Die Hernienchirurgie, also die Therapie von Gewebebr√ľchen, z√§hlt zu den Gebieten, auf denen Professor Dr. Kallinowski seit langem forscht. Gro√üe Aufmerksamkeit in Fachkreisen findet das so genannte Hustensto√ümodell, an dessen Entwicklung der 57-j√§hrige ma√ügeblich beteiligt ist und das eine sichere Versorgung von Hernien erm√∂glicht.

Grundlage der Forschung ist das Wissen, dass beim Husten ein extremer Bauchinnendruck entsteht. Das wiederum bedeutet ein hohes Risiko, dass bei schwachem Gewebe ein behandelter Bruch erneut aufgeht. Das Modell liefert verlässliche Kennzahlen und gibt so Antworten auf die Frage, welche Verfahren sicher sind.

Dabei geht es vor allem darum, welches Netzes und welcher Verankerung sich der Operateur beim Schlie√üen eines Gewebebruchs bedient. Tats√§chlich gibt es tausende Methoden zur Hernienbehandlung, knapp siebzig waren bislang auf dem Pr√ľfstand. Zwei davon sind auf Grundlage des Hustensto√ümodells wissenschaftlich als sichere Therapie eingestuft, sie finden im OP des Kreiskrankenhauses Anwendung.

Gut aufgestellt

Das Bergsträßer Krankenhaus erlebt der Chefarzt, der die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Einrichtung forciert, als gut aufgestellt. Ausdruck dessen ist in seiner ersten Bilanz auch die vergleichsweise stabile Personaldecke.

Zudem wei√ü Professor Dr. Kallinowski das Krankenhaus und damit zugleich seinen Fachbereich technisch gut ausgestattet. Unter anderem konnte in den zur√ľckliegenden Monaten ein neues, hochmodernes Hochleistungsultraschallger√§t in Betrieb genommen werden, was unter anderem eine pr√§zise F√ľhrung bei laparoskopischen Lebereingriffen erm√∂glicht.

Auch attestiert er dem Haus eine enge Bindung in die Bev√∂lkerung, hierf√ľr steht in seinem Bereich nicht zuletzt die Resonanz auf regelm√§√üige Patientenforen. Verbreitete Erkrankungen und Leiden finden sich dabei auf der Agenda.

Die Chirurgie-Foren hatte Professor Dr. Kallinowski schon kurz nach seinem Wechsel nach Heppenheim in Anlehnung an ein ähnliches Angebot der Orthopädie auf den Veranstaltungskalender genommen.

Das Umfeld stimmt, der Mediziner hat sich an seiner Wirkungsst√§tte in S√ľdhessen gut eingelebt. Sein Ziel ist es, das hohe Leistungsniveau der Chirurgie in Heppenheim nicht nur zu erhalten, sondern weiter auszubauen. Und dabei wei√ü der Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie auch um die gutfunktionierende Zusammenarbeit mit der Gef√§√ü- und endovaskul√§ren Chirurgie im Haus.

Auch in der Fachweiterbildung von √Ąrzten ist die Chirurgie am Kreiskrankenhaus gefragt. Die √Ąrztekammer hat Professor Dr. Friedrich Kallinowski mit einer Weiterbildungserm√§chtigung f√ľr die Allgemein- und weite Teile der Spezialchirurgie, in der es um gro√üe und komplexe Eingriffe geht, ausgestattet. Die Erm√§chtigung ist Ausdruck der Fachkompetenz, die am Kreiskrankenhaus angesiedelt ist.

Das Kreiskrankenhaus im Internet: www.kkh-bergstrasse.de