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Gewalt kommt mir nicht in die Tüte

Unternehmen etwas gegen Gewalt an Frauen und Mädchen: Heppenheims Bürgermeister Rainer Burelbach, Hans-Peter Rauen (Bäckerei Rauen), Landrat Christian Engelhardt sowie die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Nicole Schmitt und Susanne Straub (von links nach rechts). Foto: Pressedienst Bergstraße

Landrat Christian Engelhardt und Bürgermeister Burelbach machen bei der Bäckerei Rauen in Heppenheim auf die Aktion „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ aufmerksam

BERGSTRASSE / HEPPENHEIM. - In diesem Jahr gehen wieder die Brötchentüten mit der Aufschrift „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte! – Nein zu Gewalt an Mädchen und Frauen“ über die Theken der Bäckereien im Kreis Bergstraße.

Mit der Brötchentütenaktion möchte der Arbeitskreis gegen Häusliche Gewalt (dem die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, das Frauenhaus und örtliche Beratungsinstitutionen angehören) auf das Thema Häusliche Gewalt aufmerksam machen.

Dabei werden Brötchentüten mit dem Slogan „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte! Nein zu Gewalt an Mädchen und Frauen“ in Bäckereien ausgegeben. Der Slogan ist in verschiedenen Sprachen zu lesen und weist auf die Hilfs- und Unterstützungsangebote im Kreis Bergstraße hin.

Sowohl Landrat Christian Engelhardt als auch Heppenheims Bürgermeister Rainer Burelbach unterstützten die Aktion vor Ort und verteilten die Brötchen-Tüten Anfang November bei der Bäckerei Rauen in Heppenheim direkt an die Kundschaft.

Denn: „Es ist wichtig, dass Betroffene frühzeitig Hilfe bekommen und die Öffentlichkeit sensibilisiert wird. Wir tolerieren keine Gewalt“, so Engelhardt.

Am 25. November, dem International Tag gegen Gewalt an Frauen bekunden weltweit Menschen ihre Solidarität mit Betroffenen. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner.

Häusliche Gewalt hat vielfältige Erscheinungsformen. Sie reichen von subtilen Formen der Gewaltausübung durch Verhaltensweisen, die Bedürfnisse und Befindlichkeiten der Geschädigten/des Geschädigten ignorieren, über Demütigungen, Beleidigungen und Einschüchterungen, Bedrohung sowie psychischen, physischen und sexuellen Misshandlungen, Freiheitsberaubung bis hin zu Vergewaltigungen oder gar zu versuchten oder vollendeten Tötungen.

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, Nicole Schmitt, und der Stadt Heppenheim, Susanne Straub, dankten der Bäckerei Rauen für die Unterstützung vor Ort.

Mit der Brötchentütenaktion wird das Thema in viele Haushalte, Arbeitsstätten und auch Schulen getragen. Nur so kann erreicht werden, das Häusliche Gewalt kein Tabuthema bleibt.