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Westwaldallianz informiert Verwaltungschefs zur geplanten DB-Trassenf├╝hrung

DARMSTADT / BERGSTRASSE. - Die Westwaldallianz, ein Zusammenschluss von Darmst├Ądter Umweltverb├Ąnden und Vereinen, sowie B├╝rgerinitiativen und engagierten B├╝rgern gegen die Zerst├Ârung des Darmst├Ądter Westwaldes durch die von der DB geplante ICE-Trasse, hat mit Schreiben vom 07. Juli die DB Netz AG aufgefordert die Planungen f├╝r eine allen Schutzg├╝tern gerechte Trassenf├╝hrung der Neubaustrecke Rhein/Main-Rhein/Neckar (NBS) aufzunehmen.

Das teilte die Westwaldallianz den B├╝rgermeisterinnen und B├╝rgermeistern der Anrainerkommunen der neuen ICE-Strecke anl├Ąsslich der Wiederaufnahme der Planungen zur Trassenf├╝hrung jetzt mit.

ÔÇ×Aufgrund der Vorgaben des Klimaschutzgesetzes und der zus├Ątzlichen Versch├Ąrfung durch das Bundesverfassungsgericht haben sich die den Berechnungen der DB Netz AG zu Grunde liegenden Eckpunkte dramatisch ver├ĄndertÔÇť, hei├čt es in der Mitteilung.

ÔÇ×So wird es u.a. bis zum Jahre 2040 zu einer mehr als Verdopplung der G├╝terz├╝ge auf den Trassen der Main-Neckar-Bahn (MNB) und der Riedbahn kommen.ÔÇť

Von der angek├╝ndigten und als ein Hauptargument aufgef├╝hrten Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner der MNB in Darmstadt und an der Bergstra├če von den L├Ąrmemissionen des G├╝terzugverkehrs k├Ânne keine Rede mehr sein.

ÔÇ×Diese Problematik zeigt u.a. das Ergebnis eines Abstimmungstermins von B├╝rgermeisterInnen im Vorfeld der ersten Sitzung des Gremiums ÔÇ×Schallschutz an BestandsstreckenÔÇť vom 29.06.2021 (Ergebnisprotokoll unter: https://www.frankfurt-mannheim.de/downloads.html).

Das Klimaschutzgesetzes r├Ąumt dem Erhalt unserer W├Ąlder zum Schutz des Klimas absolute Priorit├Ąt ein. Die Rechte k├╝nftiger Generationen k├Ânnen nicht mehr einfach zu Gunsten kurzfristiger Ziele vernachl├Ąssigt werden.ÔÇť

Die Schaffung einer Neubaustrecke habe nun einmal dauerhafte Wirkungen, die f├╝r k├╝nftige Generationen praktisch irreversibel seien. Und es gebe erste Anzeichen f├╝r Widerst├Ąnde der Jungen Generation, die diese Rechte ÔÇô mit Unterst├╝tzung der Umwelthilfe ÔÇô f├╝r sich einfordere.

ÔÇ×Unter Ma├čgabe der neuen Bewertungskriterien wurde das Schutzgut Mensch als auch das Schutzgut Klima/Natur/Umwelt im Planungs- und Findungsprozess nicht ausreichend ber├╝cksichtigt.

Unter den nun zu erwartenden Vollauslastungen der Bestandsstrecken mit G├╝terz├╝gen h├Ątte die Trassenvariante V.a sowohl f├╝r das Schutzgut Mensch als auch f├╝r das Schutzgut Natur/Klima/Umwelt am besten abgeschnitten.

Eingriffe in den Wald, insbesondere zur Realisierung von Infrastrukturprojekten m├╝ssen daher unter allen Umst├Ąnden unterbleiben. Sind Planungen im Bereich der Bestandsstrukturen technisch umsetzbar, so ist dieser Streckenf├╝hrung oberste Priorit├Ąt einzur├Ąumen.ÔÇť

In jedem Fall halte man es f├╝r angemessen, f├╝r die aktuelle Vorzugstrassenvariante II.b ein Gesamtl├Ąrmgutachten f├╝r die geplante Trassenf├╝hrung zu fordern, dass die Grenzwerte von 49 dB(A) in der Nacht und 59 dB(A) am Tag - bei Vollauslastung mit G├╝terz├╝gen ÔÇô mit einschlie├če.

ÔÇ×Wir halten es nun sogar dringend f├╝r angebracht ein neues Raumordnungsverfahren mit den dazugeh├Ârenden Umweltvertr├Ąglichkeitspr├╝fungen einzuleiten.

Um es noch einmal klarzustellen, auch die Westwaldallianz ist f├╝r eine Anbindung des Hauptbahnhofes Darmstadt und einen weiteren Ausbau des Fernverkehrsnetzes der Deutschen Bahn. Allerdings unter Ber├╝cksichtigung des maximalen Schutzes von Mensch, Natur, Klima und Umwelt, auch im Interesse der zuk├╝nftigen Generationen.

Wir bitten Sie, uns bei unserem Anliegen zum Schutz und Erhalt von Klima, Natur und Umwelt auch f├╝r unsere zuk├╝nftigen Generationen zu unterst├╝tzen.ÔÇť

Die Protagonisten stehen f├╝r R├╝ckfragen gerne zur Verf├╝gung, hei├čt es abschlie├čend in dem von Simone Schramme, Dieter Pleyer und Michael Mokler f├╝r die Westwaldallianz Darmstadt unterzeichneten Schreibens.